Dortmund
Mordserie

Rösler will türkische Journalisten bei NSU-Prozess zulassen

FDP-Chef Philipp Rösler setzt weiterhin darauf, dass auch türkische Journalisten das Verfahren zur Mordserie der Neonazi-Terrorgruppe NSU im Gerichtssaal verfolgen können. "Ich hoffe, dass noch eine Lösung gefunden wird", sagte er den Dortmunder "Ruhr Nachrichten".
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In dem im Umbau befindlichen Sitzungssaal 101 des Oberlandesgerichtes München soll am 17. April der NSU-Prozess beginnen. Foto: Peter Kneffel/dpa
In dem im Umbau befindlichen Sitzungssaal 101 des Oberlandesgerichtes München soll am 17. April der NSU-Prozess beginnen. Foto: Peter Kneffel/dpa
Der Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler betonte, die Entscheidung liege bei der Münchner Justiz, fügte aber hinzu: "Ich verstehe das große öffentliche Interesse in der Türkei an dem NSU-Verfahren. Dass die Menschen in der Türkei besonders betroffen reagieren, kann ich sehr gut nachvollziehen, schließlich waren acht türkischstämmige Männer unter den Opfern dieser schrecklichen Mordserie." Rösler sagte, er wolle nächste Woche bei seiner Türkei-Reise über das Thema reden. "Ich gehe davon aus, dass auch die Aufarbeitung der NSU-Morde Gesprächsthema sein wird."

Das Münchner Gericht steht in der Kritik, weil bei der Vergabe der reservierten Presseplätze türkische Medien leer ausgegangen sind. Das OLG hatte die 50 Plätze nach der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben. Der Prozess gegen die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) beginnt am 17. April. dpa