Dresden
Extremismus

"Pegida"-Demo in Dresden wegen Terrorgefahr abgesagt

Wegen Terrorgefahr ist die für Montag in Dresden geplante "Pegida"-Demonstration abgesagt. Die Polizeidirektion Dresden erließ am Sonntag aus Sicherheitsgründen ein allgemeines Demonstrationsverbot. Damit kann auch die angemeldete Gegenveranstaltung nicht stattfinden.
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Archiv: Pegida-Chef Lutz Bachmann (Mitte hinten) spricht am 08.12.2014 in Dresden (Sachsen) auf der Pegida Kundgebung. Die Absage der Pegida-Demonstration am 19.01.2015 in Dresden geht auf konkrete Drohungen islamistischer Extremisten gegen Organisator Bachmann zurück. Foto: Arno Burgi/dpa
Archiv: Pegida-Chef Lutz Bachmann (Mitte hinten) spricht am 08.12.2014 in Dresden (Sachsen) auf der Pegida Kundgebung. Die Absage der Pegida-Demonstration am 19.01.2015 in Dresden geht auf konkrete Drohungen islamistischer Extremisten gegen Organisator Bachmann zurück. Foto: Arno Burgi/dpa
"Wir gehen in der Bewertung der aktuellen Lage nicht mehr nur von einer abstrakten Gefahr, sondern von einer konkreten aus", begründete Polizeipräsident Dieter Kroll die Entscheidung. Gefährdet sei demnach insbesondere ein Mitglied von "Pegida" sowie deren Umfeld.

Weiter hieß es in einer Mitteilung der Polizei, basierend auf Informationen des Bundeskriminalamtes und des Landeskriminalamtes Sachsen lägen Erkenntnisse vor, dass im Zusammenhang mit dem wöchentlich stattfindenden "Pegida"-Kundgebungen eine "konkrete Gefahr" bestehe. Das Verbot für Versammlungen unter freien Himmel gelte in Sachsens Landeshauptstadt am 19. Januar von 0 Uhr bis 24 Uhr.

Zuvor hatte "Pegida"-Mitinitiatorin Kathrin Oertel die für Montag geplante "Pegida"-Demonstration abgesagt. Alle Sympathisanten seien aufgefordert, nicht nach Dresden anzureisen, hieß es in einer Mitteilung. Auch auf ihrer Facebook-Seite teilte die islamfeindliche "Pegida"-Bewegung die Absage ihrer Kundgebung aus Sicherheitsgründen mit.