Würzburg
Sexueller Missbrauch

Papst zieht Schlussstrich: Würzburger Priester entlassen

Nach einer Anzeige des Bistums Limburg gegen einen Ruhestandspriester aus dem Bistum Würzburg wegen erneuter sexueller Missbrauchshandlungen im Bistum Limburg griff der Papst jetzt endgültig durch.
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Foto: Patrick Pleul, dpa
Foto: Patrick Pleul, dpa
Wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger hat Papst Franziskus einen Ruhestandspriester der Diözese Würzburg mit sofortiger Wirkung aus dem Klerikerstand entlassen. In einer Pressemitteilung des Bistums heißt es, dem 75-Jährigen sei die Entscheidung am Donnerstag von der Bistumsleitung mitgeteilt worden.

Der Priester war bereits im Jahr 2000 wegen sexuellen Missbrauchs in sieben Fällen vom Landgericht Coburg zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Diese Entscheidung hatte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe im Jahr darauf bestätigt.

Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hatte den Geistlichen bereits im Jahr 2009 vom priesterlichen Dienst entpflichtet, nachdem er in uneinsichtiger Weise die früheren Opfer und deren Familien immer wieder belästigt hatte. Mit der Entpflichtung ging ein Zelebrationsverbot und eine Kürzung der Ruhestandsbezüge einher. Die jetzt vom Papst getroffene Entscheidung ist endgültig. Der Betroffene kann keine Rechtsmittel mehr einlegen.