New York
Hai-Attacken

Nach Angriffen: Hawaii erforscht Tigerhaie

Schon acht Hai-Angriffe gab es in diesem Jahr vor der Insel Maui - durchschnittlich waren bislang vier pro Jahr. Nach den blutigen Attacken zuletzt, unter anderem auf eine deutsche Touristin, untersuchen Forscher jetzt die Bewegungen der für die Angriffe verantwortlichen Tigerhaie.
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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
Nach blutigen Hai-Angriffen auf Schwimmer, darunter auf eine Touristin aus dem nordhessischen Zierenberg, will Hawaii die Bewegung der Tigerhaie vor seinen Küsten erforschen. "Wir verfolgen die letzten Hai-Angriffe mit großem Interesse", sagte der Chef der Umweltbehörde DLNR, William Aila. "Es scheinen aber unabhängige Ereignisse mit Haien unterschiedlicher Art und Größe zu sein."

Dennoch konzentriert sich das Projekt auf Tigerhaie. Hai-Angriffe auf Menschen sind zwar selten, oft werden aber die gut fünf Meter langen Tigerhaie dafür verantwortlich gemacht. Über die Tiere ist verhältnismäßig wenig bekannt.

Es soll auch ein Tigerhai gewesen sein, der vor einer Woche eine 20 Jahre alte Deutsche aus Zierenberg vor der Hawaii-Insel Maui angriff und lebensgefährlich verletzte. Hawaii verzeichnet jedes Jahr etwa vier Hai-Angriffe - in diesem Jahr waren es aber schon acht, vier davon in den vergangenen Wochen. Eigentlich werden die meisten Angriffe erst im Herbst verzeichnet.

"Es gibt große Unterschiede bei den Hai-Vorfällen, manchmal sogar nur einen oder gar keine im Jahr", sagte Aila. In den letzten Jahren seien es drei oder vier gewesen. "Alle paar Jahre gibt es einen geringen Ausreißer nach oben. Aber was wir jetzt sehen, ist ein beispielloser Ausreißer." Das sei aber nicht nur auf Hawaii, sondern weltweit zu beobachten.

Wer ins Meer gehe, gehe in die Wildnis, sagte der Behördenchef. "Haie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem und der Ozean ist ihr zu Hause. Die Gäste sind wir." Es gebe im Wasser bedrohliche Tiere. "Die Möglichkeit eines Angriffs ist aber verschwindend gering, verglichen mit der Zahl der Badenden jeden Tag."