München
Verhütung

Ministerin Huml kritisiert rezeptfreien Verkauf der "Pille danach"

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sieht einen rezeptfreien Verkauf der "Pille danach" kritisch.
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Foto: Andreas Gebert/dpa
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Sie bedauere den entsprechenden Vorstoß der Europäischen Zulassungsbehörde EMA, sagte Huml dem "Münchner Merkur" (Samstag): "Die "Pille danach" ist keine Halsschmerztablette, sondern ein starkes Medikament, das in den Hormonhaushalt der Frauen eingreift. (...) Deshalb halte ich nach wie vor eine ärztliche Untersuchung und Beratung der Frauen zu ihrem eigenen Schutz für sinnvoll."

Das Notfall-Verhütungsmittel kann bislang nur nach Beratung mit einem Arzt gekauft werden. In der vergangenen Woche hatte die EMA der EU-Kommission vorgeschlagen, den Wirkstoff Ulipristal von der Rezeptpflicht auszunehmen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte daraufhin erklärt, eine intensive Beratung sei auch in Apotheken denkbar.