In einem Interview der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag) sagte Hofreiter, er halte nicht viel von der Pkw-Maut und gebe auch den schwarz-roten Koalitionsplänen keine Chance. Die schweren Straßenschäden würden von Lastwagen verursacht, die richtige Lösung sei daher eine vernünftige Ausweitung der Lkw-Maut.

"Ein 40-Tonnen-Lkw, der einen Kilometer über eine Straße fährt, verursacht auf dieser Strecke genau so viele Schäden wie 60.000 Pkw", sagte Hofreiter. Daher sei es sinnvoll, die Lkw-Maut zunächst schon für Laster ab 7,5 Tonnen zu erheben und die Abgabe auch auf belastete Bundesstraßen auszuweiten. "Wenn es langfristig eine kluge Technik gibt, sollte die Maut auch schon für 3,5-Tonner gelten", fügte er hinzu.

Mit gestaffelten Kosten würden von 3,5 bis 40 Tonnen dann alle zur Kasse gebeten. "Und wenn der Maut-Kilometer auf der Bundesstraße ein bisschen teurer wäre als auf der Autobahn, würden wir es auch schaffen, schwere Lkw aus Innenstädten und Gemeinden zu verbannen."