Frankfurt am Main
Falschgeld

Hologramme, Wasserzeichen und Relief: So erkennen Sie Falschgeld

In Deutschland war 2016 weniger Falschgeld im Umlauf als im Jahr davor - auch dank des neuen 20-Euro-Scheins. Doch wie erkennen Sie eigentlich Falschgeld?
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Sichergestelltes Falschgeld wird am 02.03.2016 in München im Landeskriminalamt während einer Pressekonferenz präsentiert. Foto: Sven Hoppe/dpa
Sichergestelltes Falschgeld wird am 02.03.2016 in München im Landeskriminalamt während einer Pressekonferenz präsentiert. Foto: Sven Hoppe/dpa
Um Falschgeld zu erkennen, sollten sich Verbraucher einige Sicherheitsmerkmale von Geldscheinen einprägen.

Sie können auf Hologramme, Wasserzeichen und Glanzstreifen im Geldschein achten, wie die Bundesbank auf ihrer Internetseite rät.

Mit den Fingern können Verbraucher auf der Vorderseite des Geldscheins einige erhabene Teile des Druckbild fühlen - zum Beispiel den Copyright-Vermerk auf dem Schein. Die Schriftzeichen BCE, ECB, EZB, EKT, EKP bei der ersten Serie oder die fühlbare Wertzahl bei der sogenannten Europa-Serie weisen ein deutlich spürbares Relief auf. Bei der Europa-Serie handelt es sich um die zweite Serie der Euroscheine, die seit 2013 gestaffelt über mehrere Jahre in Umlauf gebracht wird. Wer den Schein ins Gegenlicht hält, sieht das Wasserzeichen und den Sicherheitsstreifen. Beim Kippen verändern sich außerdem die Hologramm-Elemente auf dem Schein.


Falschgeld-Vermutung? Schein nicht weitergeben

Wer vermutet, dass es sich bei einem Geldschein um Falschgeld handelt, sollte diesen Schein nicht weitergeben. Verbraucher könnten sich dadurch strafbar machen, warnt das Bundeskriminalamt (BKA). Es rät dazu, den Geldschein zunächst in einen Briefumschlag zu stecken - schließlich könnten Fingerabdrücke darauf wertvolle Spuren sein. Anschließend sollten Betroffene die Polizei verständigen oder das Geld zur nächsten Polizeidienststelle bringen.

Falschgeld schnell und einfach erkennen - Tipps der deutschen Bundesbank

Übrigens: Laut Bundesbank gibt es in Deutschland deutlich weniger Falschgeld als 2015. Der neue 20-Euro-Schein erschwert Fälschern dabei das Handwerk. Im vergangenen Jahr zogen Banken, Handel und Polizei in Deutschland 82.150 Euro-Blüten aus dem Verkehr, das waren 14 Prozent weniger als 2015. "Die Einführung der Europa-Banknotenserie hat sich positiv auf die Anzahl der Fälschungen ausgewirkt und zu einem merklichen Rückgang der 20-Euro-Fälschungen beigetragen", sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele.



Nach Einführung des runderneuerten Zwanzigers im November 2015 habe sich die Zahl der 20-Euro-Blüten im vergangenen Jahr nahezu halbiert. Der Schaden verringerte sich binnen Jahresfrist von 4,4 Millionen auf 4,2 Millionen Euro. Am beliebtesten war bei Fälschern der Fünfziger mit einem Anteil von 61 Prozent.

Die überarbeitete Version dieses Scheins mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen soll vom 4. April an unters Volk gebracht werden.