Hamburg
Bundesparteitag

Grüne begraben den "Veggie-Day"

Die Grünen haben den umstrittenen "Veggie-Day" - die Forderung nach einem fleischfreien Donnerstag in Kantinen - begraben. Die Partei will im Lebensmittelbereich künftig beim Produzenten ansetzen und nicht beim Konsumenten.
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Anhänger der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale und der CDU-Jugendorganisation Junge Union protestierten im August 2013 in Berlin gegen den Vorschlag zur Einführung eines Veggie-Days - unter anderem mit diesem Plakat. Die Grünen haben den Veggie-Day nun begraben. Foto: dpa/Archiv
Anhänger der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale und der CDU-Jugendorganisation Junge Union protestierten im August 2013 in Berlin gegen den Vorschlag zur Einführung eines Veggie-Days - unter anderem mit diesem Plakat. Die Grünen haben den Veggie-Day nun begraben. Foto: dpa/Archiv
Der Bundesparteitag der Grünen in Hamburg trug am Freitag einen Antrag der Parteispitze mit, in dem auch für eine freie Essenwahl plädiert wird. Darin heißt es: "Ob jemand am Donnerstag Fleisch isst oder nicht, ist uns herzlich egal."

Die Abkehr vom "Veggie Day" gehört zum Versuch der Grünen, bei der angestrebten programmatischen Erneuerung auch vom Image der bevormundenden Verbotspartei wegzukommen. Die Forderung nach einem "Veggie Day" wurde auch für den verlorenen Bundestagswahlkampf 2013 verantwortlich gemacht.

"Alberner Vorschlag"

Bundestags-Fraktionschef Toni Hofreiter nannte es einen "albernen Vorschlag", donnerstags einen fleischfreien Tag in öffentlichen Kantinen vorzuschreiben.
Damit würden sich die Grünen nur selbst "ins Knie schießen". Stattdessen müssten sie sich mit der Agrar-Industrie anlegen: "Ich will Grüne haben, die sich mit der Lobby anlegen und mit der CSU."

Im Antrag des Bundesvorstandes mit dem Titel "Freiheit grün gestalten" wird betont, dass sich die Grünen als Anwälte der Bürger darauf konzentrieren müssten, Strukturen zu verbessern und im Lebensmittelbereich bei Produzenten anzusetzen und nicht bei den Konsumenten.