Geiselwind
Vergnügungspark

Freizeitpark Geiselwind: Familie testet für uns neue Fahrgeschäfte

Familie Raab aus Burgebrach besucht das Freizeitland Geiselwind und testet mit viel Vergnügen die neuen und alten Fahrgeschäfte.
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Im neuen Scheibenwischer-Fahrgeschäft "Street-Style" im Freizeitland Geiselwind hatten (von links) Ute, Isabel, Annika und Clemens Raab viel Spaß. Foto: Matthias Hoch
Im neuen Scheibenwischer-Fahrgeschäft "Street-Style" im Freizeitland Geiselwind hatten (von links) Ute, Isabel, Annika und Clemens Raab viel Spaß. Foto: Matthias Hoch
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"Bleib bloß drin!" ruft Isabel ihrer Schwester Annika zu, als sich die Jüngere am Sicherheitsbügel zu schaffen macht. "Ich will nochmal fahren!" Und zu zweit macht es natürlich mehr Spaß, aus 38 Metern Höhe in die Tiefe zu sausen. Dabei war Annika (elf Jahre) diejenige, die als erste mutig in den "Tower of Fear" eingestiegen ist, Isabel (14) hat sich nach kurzem Zögern dazu gesellt. Doch egal jetzt: "Das ist lustig", ruft Isabel, "losfahren"! Und dann hört man noch "ich hab Angst", da trudeln die Mädchen auch schon gen Himmel.



Der Mann am Bedienhebel des Free-Fall-Towers hat selbst sichtlich Spaß und freut sich über seine ersten Besucher an diesem Ferientag. "Normalerweise fahren wir drei Runden", sagt er mit breitem Grinsen und zwinkert den Fahrgästen zu. "Aber für den Artikel natürlich öfter."


Kritik an der Öffnungszeit

Annika und Isabel steigen dann aber doch "schon" aus, nachdem sie dreimal langsam nach oben transportiert wurden und kreischend in die Tiefe sausten. "Wir müssen ja heute noch mehr fahren", sagen die Mädels lachend und streichen ihre langen Haare glatt. Gemeinsam mit ihren Eltern Ute und Clemens Raab sind sie aus Burgebrach (Landkreis Bamberg) nach Geiselwind gekommen, um für andere Zeitungsleser neue Fahrgeschäfte im Freizeitland zu testen. Der Ausflug beginnt mit einem Kritikpunkt: "Wir sind immer die ersten und gehen wieder, bevor der große Ansturm kommt", erzählen Raabs. Deshalb passieren sie pünktlich zu Öffnungszeit um 9.30 Uhr den Eingang - und müssen schnell feststellen, dass die meisten Fahrgeschäfte erst um 10 Uhr öffnen, manche (vor allem Buden) noch später.

"Das ist lästig", finden die Vier. Ihre Stimmung lassen sie sich aber nicht vermiesen. Mutter Ute holt einen Plan aus ihrem Rucksack. "So groß ist das hier ja nicht", stellt sie mit einem Blick auf die bunte Park-Übersicht fest. Zielsicher lenkt sie ihre Familie durch die Anlage, vorbei an Fahrgeschäften, Buden, Känguruhs, Vogelvolieren und Affenreservat. Wo man auch lang läuft, es gibt immer etwas zu sehen - und anzufassen. Die Ponys zum Beispiel, die vertrauensselig ihre Köpfe zum Streicheln über den Zaun recken. Allerdings hört der Spaß auf, wenn man zum (neuen) "Horror Lazarett" kommt. Vier herrlich gruselig verkleidete Gestalten warten auf Besucher, die von der Mutter der Horrorfamilie zur Begrüßung angebrüllt werden. Nur herein, wer sich traut!


Erschrecker in Aktion

Annika darf nicht mit, weil sie zu jung ist. Ihr Bedauern hält sich allerdings in Grenzen, weil sie mitbekommt, dass echte Gruseltypen unterwegs sind - die Kostümierten von draußen walten drinnen ihres Amtes. "Die Schauspieler erschrecken einen ganz gut", sagt Ute Raab, als sie unbeschadet wieder im Freien ist. "Aber leider nur am Anfang. Die müssten über das ganze Haus verteilt sein."
 
Den leichten Schauer, den Annika im Horror Lazarett verpasst hat, holt sie sich anschließend im (ebenfalls neuen) "Tower of Fear". Isabel, die zunächst nicht mitfahren wollte, entschließt sich dann doch spontan und steigt mit ein. Der sekundenschnelle freie Fall wird rechtzeitig abgebremst und bringt die Schwestern zum Jauchzen. Unten angekommen rufen sie: "Papa, fährst du mit?" Aber der winkt dankend ab. "Nee, das ist nichts für mich", sagt Clemens Raab. Stattdessen macht er lieber Fotos von seinen Töchtern und trägt ihren Krempel. "Einer muss ja der Packesel sein", weiß er als einziger Mann unter drei Frauen und schmunzelt.


Nasse Hosen sind kein Problem für die Mädels

Seine Eigenschaften sind gleich noch einmal gefordert, als sich Ute, Annika und Isabel in die Wildwasserbahn setzen. Klamotten im Blick behalten und Blick durch die Linse werfen: Seine Mädels haben Spaß, das kann man sehen und hören. Die Mutter scherzt nach der Fahrt: "Hinten sind die besten Plätze, das macht auch Senioren Spaß." Sie hat leicht Lachen, während ihre Töchter ganz schön nass geworden sind. "Es ist ja warm heute, das trocknet schon wieder", sagen Annika und Isabel und laufen mit klebenden Hosen Richtung "Street Style".

Das (neue) "Scheibenwischer-Fahrgeschäft" schafft es endlich, die komplette Familie zu begeistern. Also hinter die Sicherheitsbügel geklemmt und los geht die Schaukelei. "Das war entspannend", sagt Clemens Raab. "Die dritte Runde hätte ich nicht mehr gebraucht", sagt seine Frau, leicht blass. Trotzdem setzt sie sich noch mit in die "Fränkische Weinfahrt", bei der man in Bocksbeutelgläsern zackig herumgewirbelt wird, und in die (neue) "Doggy Dog". Süß sieht die Familienachterbahn aus mit ihren Waggons in einem langgezogenen Hund. "Da geh' ich jetzt noch mit rein, dann langt's für heute", nimmt sich Ute Raab vor. Nach der Fahrt stellen alle vier fest: "Die Bahn geht doch ganz gut ab, das ist für kleinere Kinder nicht ohne."


In die Luftschleuder? Nee!

So. Jetzt stünde noch das neue "eXtrem" aus, das die Passagiere in zwei Gondeln 42 Meter über dem Boden mit bis zu 120 Stundenkilometern im Kreis herumschleudert. Raabs stehen mit verschränkten Armen davor, beäugen das Geschehen und sind sich einig: "Nee. Da fahren wir nicht mit." Aber man muss ja auch nicht alles mitmachen, zumal es bei den Fahrgeschäften genug Auswahl für alle gibt. Entsprechend fällt auch das Testurteil aus: "Im Freizeitland ist für jeden etwas geboten." Den Eintrittspreis mit knapp 120 Euro für vier Personen finden Raabs etwas teuer. "Da musst du schon einen Tag herin bleiben, damit es sich lohnt. Aber es gibt ja außer den Fahrgeschäften auch noch Programme zum Zuschauen." Eigentlich, ergänzt Mutter Ute, "sind wir ja eher die Zoogänger. Aber einmal im Jahr bei schönem Wetter ist so ein Park ok."

Infos für Besucher

Öffnungszeiten
Das Freizeitland Geiselwind ist ab 9.30 Uhr geöffnet. Unter der Woche schließt der Park um 17 Uhr, an Wochenenden und in den Ferien um 18 Uhr. An den Samstagen im August sowie am 2. September gelten verlängerte Öffnungszeiten bis 22 Uhr (weitere Infos unter freizeit-land.bayern).

Eintrittspreise
Kinder unter 1,10 Metern Größe haben freien Eintritt ins Freizeitland. Besucher ab 1,10 Metern Größe zahlen 23,50; ab 1,40 Metern Größe 29,50 Euro (freitags 22,50 Euro pro Person ab 1,10 Meter). Alle Fahrattraktionen, Show-Programme und Tierpräsentationen sind in der Tageskarte enthalten.

Anfahrt
Geiselwind liegt direkt an der Autobahn A3 Nürnberg-Würzburg und verfügt über eine eigene Autobahnabfahrt. Als Adresse ins Navi gibt man ein: 96160 Geiselwind, Wiesentheider Straße 25. Das Parken ist kostenlos. irfe