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Faktencheck Tatort: Das sagt die Münchner Polizei

Wie real war der Münchner Tatort am Sonntag? Die Polizei aus München hat den Krimi einem Faktencheck unterzogen.
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Die Schauspieler Udo Wachtveitl (alias Kommissar Leitmayr, links) und Miroslav Nemec (alias Kommissar Batic) sind die Ermittler beim Münchner Tatort.  Foto: Tobias Hase, dpa
Die Schauspieler Udo Wachtveitl (alias Kommissar Leitmayr, links) und Miroslav Nemec (alias Kommissar Batic) sind die Ermittler beim Münchner Tatort. Foto: Tobias Hase, dpa
Ein junger Familienvater hilft einem scheinbar hilflosen Obdachlosen auf und wird von diesem am helllichten Tag erstochen - vor den Augen seiner Familie und zahlreicher Zeugen. Der Täter kann fliehen. So begann der Fall des Münchner Tatorts am Sonntag. Danach wartet auf die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) viel Ermittlungsarbeit, doch wer den Mann getötet hat, bleibt unklar - bis zuletzt.


Die Münchner Polizei, die nicht erst seit dem Amoklauf von München und der Wiesnwache für ihren professionellen Umgang mit den Sozialen Netzwerken bekannt ist, hat den Tatort diesmal einem Faktencheck unterzogen. Beim Kurznachrichtendienst Twitter kommentierten sie das Geschehen und beantworteten auch Zuschauerfragen.

So klärten die echten Ermittler, dass Zeugen tatsächlich nach einem Vorfall sofort voneinander getrennt werden oder dass ein Stichkanaltest tatsächlich so gemacht wird. Allerdings ist es strittig, dass man daraus mit Sicherheit auf einen Links- oder Rechtshänder schließen würde.



Allerdings kritisierten die echten Polizisten auch einiges. So würden die Beamten nie nur zu zweit zu einem Tatort fahren. Auch wäre es unrealistisch,dass ein Opfer bei einem Kommissar übernachtet.





Der Tatort wird übrigens ein Nachspiel haben. Nach dem offenen Ende in dem Münchner Fall "Die Wahrheit" am Sonntagabend wird die Geschichte im nächsten Film um die Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) in einem neuen 90-Minüter weitererzählt. Die Ausstrahlung sei für 2017 geplant, teilte der Bayerische Rundfunk (BR) mit.

Von Anfang an seien sich alle einig gewesen, dass der Täter nicht gefasst werden sollte, sagte BR-"Tatort"-Redakteurin Stephanie Heckner. ""Die Wahrheit" sollte ein "Tatort" werden, der die Schmerzhaftigkeit polizeilicher Ermittlungsarbeit auf die Spitze treibt."

Auf jeden Fall waren die echten Ermittler zufrieden. Das Fazit lautete: "Entspannte 90 Minuten für den Faktenchecker. Gut recherchiert & spannend #Respekt #Tatort". (mit dpa)

Alle Tweets der Münchner Polizei kann auf dem Twitter-Profil noch einmal nachlesen.



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