Mainz am Rhein
Gebühr

Experten: Rundfunkbeitrag könnte deutlich steigen

ARD, ZDF und Deutschlandradio werden möglicherweise in fünf Jahren wegen zusätzlicher Kosten spürbar teurer.
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ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Schreiben des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio liegt am 17.04.2013 in Berlin auf einem Tisch. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Schreiben des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio liegt am 17.04.2013 in Berlin auf einem Tisch. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
ARD, ZDF und Deutschlandradio werden möglicherweise in fünf Jahren wegen zusätzlicher Kosten spürbar teurer. Nach internen Berechnungen könnte der Rundfunkbeitrag ab 2021 auf mehr als 19 Euro im Monat steigen, wenn keine Strukturreformen vorgenommen werden sollten, hieß es am Donnerstag aus Expertenkreisen. Die Berechnung war Thema bei einer Konferenz der Expertenkommission KEF und von Ländervertretern. Derzeit muss ein Haushalt 17,50 Euro im Monat für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zahlen. Der Fachdienst "Medienkorrespondenz" hatte über eine Steigerung auf über 19 Euro berichtet.

Die KEF schlägt in ihrem neuen Bericht angesichts von Mehreinnahmen eine Senkung um 29 Cent im Monat ab dem nächsten Jahr vor. Der Bericht wird am 13. April in Mainz vorgestellt. Die Länder wollen den Rundfunkbeitrag nach Angaben von Rheinland-Pfalz in den kommenden Jahren allerdings mindestens stabil halten. Deshalb stehen einige Länder einer Senkung des Beitrags kritisch gegenüber. Die Ministerpräsidenten wollen im Sommer darüber entscheiden. Der Beitrag bringt mehr Geld ein als ursprünglich erwartet. So wurden nach einem Datenabgleich diejenigen, die noch nicht gezahlt hatten, nach Angaben der öffentlich-rechtlichen Sender automatisch angemeldet.