Berlin
Eurovision Song Contest

Eurovision Song Contest mit mäßigen Aussichten für Deutschland

Die Chancen für Deutschland vor dem Eurovision-Finale in Malmö standen nicht gut. Auch unmittelbar vor dem riesigen TV-Event galt die Dänin Emmelie de Forest als Favoritin.
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Natalie Horler von Cascada Foto: Joerg Carstensen/dpa
Natalie Horler von Cascada Foto: Joerg Carstensen/dpa
Ist das überwiegend schlechte Wetter in Deutschland auch ein schlechtes Omen für den Eurovision Song Contest im schwedischen Malmö (21 Uhr, ARD)? Auch die Chancen der deutschen Eurovision-Vertreter Cascada mit Frontfrau Natalie Horler gelten in der südschwedischen Großstadt nur als mäßig - wenn auch mit Chancen auf Besserung. Der Wettbewerb ist für Überraschungen bekannt.

Bei den Buchmachern lag die 31- Jährige aus Bonn mit ihrem Dance Song "Glorious" wenige Stunden vor dem Finale vor 11.000 Zuschauern in der Halle und geschätzten 125 Millionen vor den Fernsehern auf dem zehnten Platz.

In Malmö war die Stimmung bisher bestens: Herrliches Sommerwetter verwöhnte die Teilnehmer aus 26 Ländern. Und die besten Aussichten gab es für die 20-jährige Dänin Emmelie de Forest. Haushoch überlegen führte sie mit ihrem Pop-Ohrwurm "Only Teardrops" alle Favoriten-Listen an. Wenn das am Abend so bliebe, wäre es der dritte Eurovision-Sieg für Dänemark nach 1963 und 2000.

Deutschland hat den Wettbewerb bisher zweimal gewonnen: 1982 siegte Nicole mit "Ein bisschen Frieden" und 2010 Lena Meyer-Landrut mit "Satellite". Lena sollte am Samstagabend als Präsidentin der Jury die deutschen Punkte im ESC-Finale von der Reeperbahn in Hamburg aus verkünden.

Als schärfste Konkurrentin der dänischen Favoritin galt in Malmö die Norwegerin Margaret Berger im Eiskönigin-Look mit "I Feed You My Love". Auffällig nach oben geklettert war auf den Favoritenlisten zuletzt die Niederländerin Anouk mit ihrer stillen Ballade "Birds".

Beim letzten ESC in Aserbaidschans Hauptstadt Baku hatte die Schwedin Loreen mit "Euphoria" gewonnen. Dem diesjährigen deutschen Beitrag von Cascada wurde auch vor dem Finale in Malmö immer wieder eine allzu auffällige Nähe zum Siegertitel 2012 vorgeworfen. Horler sagte in Interviews, dies habe sie "nicht unberührt gelassen". dpa