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Eurovision Song Contest 2016: Alle Finalisten und ihre Songs im Video

Die Vorfreude bei ESC-Fans steigt: Samstagabend treten in Stockholm 26 Länder und Lieder gegeneinander an. Alle Teilnehmer und ihre Songs gibt's im Artikel.
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Poli Genova, ESC-Teilnehmerin für Bulgarien, bleibt mit ihrem futuristischen Outfit und extravaganter Frisur auch optisch im Gedächtnis. Foto: Maja Suslin Sweden Out/EPA/dpa
Poli Genova, ESC-Teilnehmerin für Bulgarien, bleibt mit ihrem futuristischen Outfit und extravaganter Frisur auch optisch im Gedächtnis. Foto: Maja Suslin Sweden Out/EPA/dpa
Stockholm ist bereit: Im Finale des Eurovision Song Contest (ESC) 2016 treten am Samstagabend (Countdown zum ESC-Finale ab 20.15 Uhr in der ARD) 26 Länder und Lieder an. Neben vier anderen großen Geldgebern ist Deutschland - ebenso wie Gastgeber und Vorjahressiegerland Schweden - automatisch fürs Finale gesetzt: Die 18 Jahre alte "The Voice of Germany"-Siegerin Jamie-Lee Kriewitz singt das Lied "Ghost" und tritt im Finale auf Startplatz Zehn an.

Während die ESC-Zuschauer über den Sieger abstimmen, tritt US-Superstar Justin Timberlake (35) auf der großen Bühne in Stockholm auf. Der Sänger ("Cry Me A River") wird sein neues Lied "Can't Stop The Feeling" präsentieren. In diesem Jahr wird der ESC erstmals auch in den USA ausgestrahlt - beim Sender Logo aus dem Viacom-Konzern.


ESC 2016: Alle Länder und Kandidaten nach Startnummern

1. Belgien: Für Belgien an den Start geht Laura Tesoro mit "What's The Pressure". Die 19-Jährige ist ein echtes Multitalent: Schauspielerin, Moderatorin - und natürlich Sängerin. Ihre Vorbilder sind Michael Jackson und Bruno Mars. Der Song "What's The Pressure" ist eine funky Popnummer mit viel Glitzer und Discofeeling.



2. Tschechien: Für Tschechien tritt ebenfalls eine Frau an: Gabriela Guncíková mit "I Stand". Die 22-Jährige Zweitplatzierte einer tschechischen Castingshow und Newcomer-Preis-Gewinner präsentiert eine Popballade, die aber wenig Wiedererkennungswert hat.



3. Niederlande: "Slow Down" heißt der Titel mit dem Douwe Bob für die Niederlande antritt. Der Sänger und Songwriter wurde 1992 geboren und saß schon als Sechsjähriger am Klavier, später kommt dann die Gitarre dazu, die auch in Stockholm dabei ist. Auch Bob wurde durch einen Wettbewerb in den Niederlanden bekannt. Mit seinem Country-Song will er Menschen erreichen und berühren.



4. Aserbaidschan: Samra Rahimli geht mit ihrem Song "Miracle" für Aserbaidschan ins Rennen. Rahimli studierte Musik und träumt schon in Teenagertagen davon, ihr Land beim ESC zu vertreten. 2016 wird der Traum Wirklichkeit. "Miracle" ist eine Ballade in der es um eine emotionale Trennung geht.



5. Ungarn: Freddie heißt der Mann für Ungarn, sein Song trägt den Titel "Pioneer". Freddie, der am 8. April 1990 als Gábor Alfréd Fehérvári geboren wird, wollte eigentlich Basketballspieler werden. Ein schwerer Unfall macht den Plänen einen Strich durch die Rechnung und bringt ihn zur Musik. Wie so viele ESC-Teilnehmer, wird Freddie 2014 durch eine Castingshow bekannt. Die Ballade "Pioneer" handelt vom Glauben an sich selbst.



6. Italien: Für die Italienier fährt die 21-jährige Francesca Michielin zum ESC 2016. Der Song heißt "No Degree Of Separation" - ein Großteil der Ballade wird in der Landessprache gesungen. Michielin gewinnt als 16-Jährige - wie könnte es anders sein - die Castingshow X-Factor und hat seither zwei Studioalben aufgenommen. Ihr Lied handelt von Verbindungspunkten zwischen Menschen.



7. Israel: Schon als kleiner Junge sieht sich der israelische ESC-Teilnehmer Hovi Star die Show mit seiner Mutter an. Für ihn ist früh klar: Er will auf diese große Bühne mit den bunten Lichtern. Mit "Made Of Stars" will der 29-Jährige mit seiner leicht rauchigen Stimme überzeugen. Die Ballade soll laut Komponist Doron Medalie die Menschen daran erinnern, dass alle gleich sind und alle einen Platz in dieser Welt haben.



8. Bulgarien: Für Poli Genova ist es bereits der zweite ESC-Auftritt nach 2011. Damals in Düssledorf scheiterte sie allerdings im Halbfinale. Ihr Song "If Love Was A Crime" ist eine rhythmische Pop-Nummer und geht schnell ins Ohr. Auch die 29-jährige Genova hinterlässt beim Zuschauer einen bleibenden Eindruck - ein Vorteil beim ESC.



9. Schweden: Der Titelverteidiger schickt Sänger Frans mit "If I Were Sorry" ins Rennen. Der erst 17-Jährige will mit seinem melancholischen Song und jugendlichem Charme überzeugen. In den schwedischen Charts schaffte es Frans auf Platz Eins. Nicht zum ersten Mal - schon mit sieben Jahren landete er als Schuljunge einen Nummer-Eins-Hit.



10. Deutschland: Jamie-Lee geht mit "Ghost" als zehnte Teilnehmerin an den Start. Einen ausführlichen Artikel zu der deutschen ESC-Hoffnung lesen Sie hier!



11. Frankreich: Frankreich und der ESC - das war in den letzten Jahren keine Erfolgsgeschichte. 2016 versucht sich Amir mit "J'ai cherché" , einem Gute-Laune-Ohrwurm, den man nicht mehr los wird. Der Künstler Amir wurde 1984 in Paris geboren, wuchs in Israel auf und wurde 2014 bei der französischen Version der Castingshow The Voice Dritter.



12. Polen: "Colour Of Your Life" heißt der Song von Michal Szpak, der für Polen antritt. Der 25-Jährige mit der langen Mähne präsentiert eine Softrock-Ballade, obwohl der Künstler selbst es gerne etwas härter mag. 2011 wird Szpak Zweiter der Castingshow X Factor. Der Pole wünscht sich, die Herzen der Zuschauer zu gewinnen, damit der nächste ESC in Warschau stattfindet.



13. Australien: Australien ist zum zweiten Mal als Gastland im Finale des ESC vertreten. Dami Im singt "Sound Of Silence", präsentiert sich auf der Bühne als Märchenprinzessin mit Glitzer. Die 27-jährige gebürtige Südkoreanerin hat Musik studiert, als Gospelsängerin und Klavierlehrerin gearbeitet, nahm 2010 ihr erstes Album auf und gewann drei Jahre später bei X Factor Australia. Seitdem sind drei weitere Alben erschienen und Dami Im produziert eine Hitsingle nach der nächsten.



14. Zypern: Eigentlich ist die Band Minus One eine Coverband. Doch "Alter Ego" ist ein eigener Song. Viele Mitglieder haben eine Rock- oder Metalvergangenheit, der ESC-Titel ist ein klassischer Rock-Song, dazu präsentieren sich die Bandmitglieder in Leder-Outfits.



15. Serbien: "Goodbye" singt Sanja Vucic für Serbien. Das Thema des Songs ist ernst - es geht um häusliche Gewalt. Die Musikerin und Songschreiberin will mit dem Titel eine Diskussion anstoßen und betroffenen Frauen Stärke verleihen. Musikalisch kann Sanja eigentlich alles, von Reggae über Jazz bis hin zum Punk.



16. Litauen: Donny Montell, der Litauen mit "I've Been Waiting For This Night" vertritt, war schon 2012 in Baku dabei und landete auf Platz 14. Am Mikro überzeugt Donnys klare Tenorstimme. Sein Party-Lovesong hat einen eingängigen Refrain und passt gut zu dem 28-Jährigen, der bereits an diversen Castingshows teilgenommen hat.



17. Kroatien: Mit der Sängerin Nina Kraljić präsentiert auch Kroatien eine Casting-Show-Siegerin. Ihr Song "Lighthouse" zählt zu den Favoriten im ESC-Teilnehmerfeld. Kraljić s Stimme ist vielseitig und glasklar, der Popsong erzählt von stürmischen Zeiten und einem Leuchtturm. Die Kroatin hat in ihrer Heimat vor wenigen Wochen einen Preis als beste Nachwuchskünstlerin gewonnen.



18. Russland: Sergey Lazarevs Beitrag "You Are The Only One" und seine aufwendige Inszenierung erinnern verdächtig an Måns Zelmerlöw und seinen Sieger-Song "Heroes" vom vergangenen Jahr. Der Popsong des 33-jährigen russischen Superstars ist bei den Buchmachern Favorit. Lazarev selbst gewann mit 14 seine erste musikalische Auszeichnung, sein Vorbild ist Justin Timberlake.



19. Spanien: Die 34 Jahre alte Barei ist für Spanien beim ESC, ihr Beitrag heißt "Say Yay!" und ist - ungewöhnlich für Beiträge aus Spanien - komplett in englischer Sprache gesungen. Der Hit hat ordentlich Tempo und handelt vom Wiederaufstehen nach Niederlagen und dem Eingestehen von Fehlern. Barei liebt die Musik von Vorbildern wie Stevie Wonder, Tina Turner und Michael Jackson und siegte bereits mit 18 Jahren beim renommierten Musikfestival von Benidorm.



20. Lettland: "Heartbeat" heißt der Song für Lettland von Sunnyboy Justs. Der 21-Jährige singt normalerweise in einer Funkrock-Band, der Song "Heartbeat" passt nicht wirklich zu dem jungen Letten in zu großer Lederjacke, auch wenn er es an Einsatz auf der Bühne nicht vermissen lässt.



21. Ukraine: Wieder eine Solosängerin für die Ukraine. Der Song "1944" von Jamela war im Vorfeld umstritten. Der Vorwurf, der Song sei politisch, wurde nach einer Prüfung aber fallen gelassen. Die stimmgewaltige Jamala, die bereits 2010 in einem ukrainischen Vorentscheid angetreten war, konnte sich mit ihrem Song - einer Elektropopballade mit Folklore und Dubstep-Elementen - in mehreren Castingshows und Vorentscheiden durchsetzen.



22. Malta: Ira Losco war 2002 schon einmal bei einem ESC-Finale, damals wurde sie Zweite. Die 1981 geborene Sängerin hat quasi ihre gesamte Karriere in den Dienst des ESC gestellt. In Malte ist sie sehr erfolgreich, vier ihrer Alben erreichten Platz eins in den Charts. 2016 tritt sie mit "Walk On Water" an.



23. Georgien: Indie-Rock beim ESC? Die Nika Kocharov und die Young Georgian Lolitaz machens möglich. Die nur aus Männern bestehende Formation rockte sich mit "Midnight Gold" ins ESC-Finale. Der gitarrenlastige Indiesong sorgt mit einem härteren Rave-Part gegen Ende für Abwechslung in Stockholm. Die Georgier haben bislang drei Alben veröffentlicht, der ungewöhnliche Bandname ist eine Parodie auf Erotik-Websites.



24. Österreich: Unser Nachbarland schickt Zoë ins Rennen. Die 19-Jährige aus Wien präsentiert mit "Loin d'ici" einen Song auf Französisch. Chanson statt Alpenland-Folklore also. Schon als Kind war die Österreicherin großer ESC-Fan. "Loin d'ici" erzählt von der Suche nach dem Paradies und soll den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.



25. Großbritannien: Joe and Jake, die britischen ESC-Teilnehmer, lernen sich 2015 bei The Voice in Großbritannien kennen und treten jetzt zusammen mit dem Song "You're Not Alone" an. Joe ist 21 Jahre alt und kommt aus einer musikalischen Familie aus Wales. Der 20-jährige Jake wächst in Stoke-on-Trent auf, der Stadt, aus der auch Musiker wie Robbie Williams oder Lemmy Kilmister stammen.Der Song ist ein eingängiger Gitarrenpop- und Tanzsong, der Sommerfeeling verbreitet.



26. Armenien: Iveta Mukuchyan komplettiert das Teilnehmerfeld mit ihrem Titel "Love Wave". In ihrer Heimat ist die in Hamburg lebende Sängerin extrem berühmt. Im Alter von zwölf Jahren schreibt sie ihre ersten Songs, studiert nach der Schule zunächst Design, später Musik und gehört inzwischen zur Pop-Elite in Armenien. 2012 macht die Sängerin bei The Voice of Germany mit, kommt im Team von Xavier Naidoo bis in die Live-Shows. In den Pop-Song "Love Wave" mischen sich traditonelle Elemente und machen ihn unverwechselbar.



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