Göttingen
Denkmal-Pläne

Ein onanierender Kragenbär soll an "Titanic"-Mitbegründer erinnern

Ein onanierender Kragenbär als Denkmal für einen Schriftsteller? In Göttingen könnte das Wirklichkeit werden. In Bronze gegossen soll der Bär an den vor acht Jahren gestorbenen Satiriker Robert Gernhardt erinnern.
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Die Modellskulptur eines sich befummelnden Kragenbären zieht auf dem Robert-Gernhardt-Platz in der Innenstadt von Göttingen (Niedersachsen) die Blicke von Passanten an. Als Bronzeskulptur soll der Kragenbär demnächst den Platz zieren. Foto: Hubert Jelinek/dpa
Die Modellskulptur eines sich befummelnden Kragenbären zieht auf dem Robert-Gernhardt-Platz in der Innenstadt von Göttingen (Niedersachsen) die Blicke von Passanten an. Als Bronzeskulptur soll der Kragenbär demnächst den Platz zieren. Foto: Hubert Jelinek/dpa
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Er hatte einst getextet: "Der Kragenbär, der holt sich munter einen nach dem anderen runter." Manche Lokalpolitiker sind alles andere als begeistert.

Was Gernhardt wohl zu dem Denkmal gesagt hätte? Er war Mitbegründer der Satire-Zeitschrift "Titanic", wo er Nonsens-Kalauer vom Stapel ließ, absurden Humor - und vor allem politische Satire. Im Jahr 2004 erhielt er den renommierten Heinrich-Heine-Preis. Der Kasseler Bildhauer Siegfried Böttcher hat ein Modell entworfen. "Ich habe auf Details im Schritt bewusst verzichtet", so Böttcher.

Gernhardts Witwe habe den 16 Zentimeter großen Entwurf gesehen. "Sie findet's gut." Nach der Sommerpause will der Stadtrat erneut über die Skulptur beraten. dpa
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