Brüssel
Verkehr

EU-Kommission schlägt Mautzahlungen nach Schadstoffausstoß und Kilometeranzahl vor

Die EU-Kommission hat am Mittwoch eine europaweite Maut-Regelung vorgeschlagen. Die Höhe soll sich unter anderem nach dem Schadstoffausstoß richten.
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Ein Maut-Schild in Österreich. Die EU-Kommission hat am Mittwoch einen Vorschlag für eine europaweite Mautzahlung vorgestellt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
Ein Maut-Schild in Österreich. Die EU-Kommission hat am Mittwoch einen Vorschlag für eine europaweite Mautzahlung vorgestellt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
Mautzahlungen sollen nach dem Willen der EU-Kommission in Zukunft mit zurückgelegter Strecke steigen. Das deutsche Pkw-Mautmodell mit seinen zeitabhängigen Tarifen wäre den Plänen zufolge aber noch für eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2027 erlaubt. Für Lastwagen würde eine Frist bis zum Jahr 2023 gelten. Die Brüsseler Behörde stellte die Ideen am Mittwoch (31. Mai) vor.

Bei der Höhe der Maut müsste den Plänen zufolge zwingend auch berücksichtigt werden, wie viel klimaschädliches Kohlendioxid die Fahrzeuge ausstoßen, um Verbrauchern einen Anreiz zum Kauf umweltfreundlicherer Autos zu geben. Weitere Faktoren wie Lärm, Verkehrsüberlastung und Luftverschmutzung könnten bei der Erhebung lokaler Gebühren ebenfalls eine Rolle spielen, so die EU-Kommission. Ob sie überhaupt eine Maut erheben, soll aber weiterhin den EU-Staaten überlassen bleiben.