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Die fünf besten Tipps, wie man Energie und Heizkosten sparen kann

Energiesparen schont den Geldbeutel und die Umwelt: Zum Energiespartag am Samstag, 5. März haben wir die fünf besten Tipps zum Energiesparen.
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Uneffektives Heizen reißt in vielen Haushalten ein Loch in den Geldbeutel.Symbolfoto: Ole Spata/ dpa
Uneffektives Heizen reißt in vielen Haushalten ein Loch in den Geldbeutel.Symbolfoto: Ole Spata/ dpa
Zum Frühlingsanfang packt viele Menschen die Veränderungslust. Die letzte Winterdeko kommt weg und neue Anschaffungen werden gemacht. Wenn man schon beim Erneuern ist, warum dann nicht auch aufs Energiesparen achten? Selbst kleine Veränderungen können nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch die Kosten in Ihrem Haushalt deutlich senken.


Energie sparen im Alltag: die besten Tipps

Häufig ist man sich im Alltag gar nicht bewusst, dass man permanent Energie verbraucht. Denn auch ein Fernseher im Stand-By Modus verbraucht Strom und gerade diese kleinen Dinge treiben die Stromrechnung deutlich nach oben.



Besonders der Unterschied zwischen alten und modernen Geräten ist groß. Man muss jedoch nicht seine kompletten Elektrogeräte austauschen, um umweltfreundlicher zu leben.

Im Haushalt gibt es zwei große Bereiche, in denen man fleißig Energie sparen kann: Strom und Heizen. Davon beträgt der Anteil der Heizenergie am gesamten Energieverbrauch zwischen 70 und 90 Prozent. Beim Strom kommt man auf etwa 10 bis 25 Prozent.



Heizkosten: Fünf Tipps zum Sparen

Heizen ist der Geldfresser beim Thema Energieverbrauch. Doch Heizkosten sparen, heißt nicht gleich frieren:
Das sind laut Bundesumweltministeriums fünf gute Tipps, wie man sparen kann, es aber trotzdem warm hat.

1. Thermostatventil: Kommt man nach Feierabend nach Hause, wird man recht ungern von einer kalten Wohnung begrüßt. Hier bietet sich ein Thermostatventil an. Die Heizung lässt sich so programmieren, dass sie bei Abwesenheit die Temperatur senkt. Auch in Mietshäusern kann man so ein Ventil installieren, im Handel gibt es sie ab etwa 30 Euro. Praktisch ist auch, dass es das Heizen stoppt, sollte durch ein offen gelassenes Fenster kalte Luft hereinkommen. Beachten muss man dabei nur, dass das Ventil nicht abgedeckt wird, da es sonst die Raumtemperatur nicht erfassen kann. Wie die Beratungsgesellschaft co2online, die seit 2004 Projektträger der Klimaschutzkampagne "Klima sucht Schutz" des Bundesumweltministeriums ist, lassen sich mit programmierbaren Thermostaten etwa zehn Prozent Energie sparen.

2. Möbel rücken: Achten Sie mal darauf: Verteilt sich die Wärme gut im Raum oder ist es an manchen Stellen frischer? Grund dafür könnten Ihre Möbel sein. Stellen Sie Schrank, Sofa und Kommode möglichst so, dass Sie die Heizkörper nicht verstellen und somit die Wärme zurückhalten. Auch die Vorhänge dürfen die Heizkörper nicht bedecken. Damit die Luft zirkulieren kann, immer eine Handbreit Abstand zur Wand und zum Fußboden halten. Das gilt auch für Ihre Möbel. Wenn ein Schrank zu nah an einer kühlen Außenecke steht, sinkt dort laut der Deutschen Energie-Agentur (dena) die Wandtemperatur und begünstigt Schimmel. Am besten auch hier fünf bis zehn Zentimeter Abstand halten.

3. Stoßlüften: Frische Luft hilft beim Denken, aber gerade bei kalten Temperaturen scheut man oft davor, das Fenster zu öffnen. Hier gilt: Nicht aus Angst vor der Kälte die Fenster kippen, das kühlt die Wände aus und begünstigt außerdem Schimmelpilze. Lieber mehrmals am Tag für ein paar Minuten alle Fenster weit öffnen. Bei sehr kalten Temperaturen lautet der Ratschlag fünf Minuten, in der Übergangszeit können es auch zehn bis 15 Minuten sein. Jährlich werden dabei pro Haushalt bis zu einer halben Tonne Kohlendioxid und rund 145 Euro gespart.

4. Isoliert man seine Heizungsrohre kann man damit jährlich rund 180 Euro sparen. Ungedämmte Heizungsrohre lassen die Wärme oft schon im Keller verpuffen. Damit die Wärme auch in ihre Wohnung gelangt: Im Baumarkt Rohrschalen besorgen, zurechtschneiden und einfach mit Klebeband an den Rohren befestigen - fertig.

5. Sparduschkopf: Auch der Verbrauch von Warmwasser beeinflusst die Heizkosten. Das macht sich beim Duschen und Baden bemerkbar. Duschen ist energiesparender als Baden, da man weniger Warmwasser benötigt. Doch auch da gibt es noch einen Trick: Ein Sparduschkopf. Das heißt aber nicht, dass das Wasser nur sparsam heraus tröpfelt. Der Aufsatz mischt dem Wasserstrahl einfach etwas mehr Luft bei. Den Unterschied spürt man somit kaum, spart so aber erheblich Wasser und auch Geld: Auf fast 40.000 Liter und 300 Euro weniger kommt man damit im Jahr. Den Duschkopf gibt es auch schon für 20 Euro.

Mehr Tipps zum Sparen von Heizenergie finden Sie hier.


Tipps zum Strom sparen

1. Einfach, aber sehr effizient: Energiesparlampen. Sie brauchen etwa 80 Prozent weniger Energie als eine Glühbirne. Zwar sind sie etwas teurer, halten dafür aber auch deutlich länger. Angenommen, Sie tauschen etwa zehn Lampen in Ihrem Haushalt aus, sparen Sie dadurch 490 Kilowattstunden und etwa 110 Euro im Jahr. Ein kleiner Kompromiss für den Anfang: Wenn Sie nicht sofort in allen Räumen die Lampen austauschen wollen, dann doch zumindest in denen, in welchen das Licht am Tag am längsten an ist, also z.B. die Küche oder das Arbeitszimmer.

2. Energiesparender Kühlschrank: Sie brauchen einen neuen Kühlschank? Achten Sie dabei unbedingt auf die Effizienzklasse. Alte Kühlschränke tragen oft die Klasse D, bei einem neuen mit einer Effizienzklasse A+++ sparen Sie beispielsweise 380 Kilowattstunden und 85 Euro jährlich. Übrigens: Die Klasse A ist mittlerweile nur noch drittklassig, A+++ ist die beste Wahl.

3. Wäschetrockner: Lassen Sie es sein. Ein Trockner stößt bis zu 395 Kilogramm Kohlendioxid aus. Wenn Sie die Wäsche auf der Leine trocknen lassen, sparen Sie nicht nur rund 135 Euro im Jahr, sondern schonen die Umwelt und ihre Kleidungsstücke noch dazu.

4. Elektronische Geräte ganz ausschalten: Der Fernseher immer auf Stand-By? Der Laptop rund um die Uhr am Netzteil? Auch wenn die Geräte nicht konkret genutzt werden, verbrauchen sie Strom und machen jährlich mit 400 Kilowattstunden etwa ein Zehntel der Stromrechnung aus. Wichtig ist es deshalb, die Geräte wirklich auszuschalten. Nach dem Aufladen am besten gleich den Stecker ziehen. Dabei bietet sich auch eine Steckdosenleiste an: Damit lässt sich mit einem Schalter gleich der Strom zu allen angeschlossenen Geräten kappen.

5. Zu jeden Topf gibt es einen passenden Deckel: Auch wenn der Deckel womöglich ganz hinten im Schrank steckt, lohnt es sich beim Kochen. Erstens geht es schneller, zweitens kann man den Energieverbauch beim Kochen damit um zwei Drittel senken. Frühzeitig zurückschalten und die Restwärme nutzen, unterstützt den Energiespareffekt.

Sie wollen noch mehr tun? Hier gibt es mehr Tipps zum Stromsparen.


"Klima sucht Schutz" - Kampagne des Bundesumweltministeriums


Für mehr Hinweise und Tipps kann man sich auf der Internetseite der Kampagne "Klima sucht Schutz" des Bundesumweltministeriums informieren.

Dabei gelten natürlich nicht für jeden Haushalt dieselben Regeln: In den interaktiven Ratgebern StromCheck und HeizCheck kann man in fünf Minuten ganz individuell herauszufinden: Wie steht es um meinen Stromverbrauch? Sind meine Heizkosten zu hoch? mit dpa