Berlin
Bundestagswahl 2017

"Die Urbane": Hip-Hop-Partei will in den Bundestag

In Berlin haben Hip-Hopper eine Partei gegründet. Sie wollen in den Bundestag und fordern unter anderem mehr Möglichkeiten der legalen Migration.
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Graffiti-Wand in Berlin. Symbolfoto: Daniel Naupold/ dpa
Graffiti-Wand in Berlin. Symbolfoto: Daniel Naupold/ dpa
In Berlin haben Rapper, Sprayer, DJs und Tänzer eine Hip-Hop-Party gegründet, mit der sie zur Bundestagswahl 2017 antreten wollen. Am Wochenende wurde die Partei "Die Urbane" erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, wie die "Berliner Zeitung" am Montag (22. Mai) berichtete. Bislang liege ein 31-seitiges vorläufiges Parteiprogramm vor, das linke, emanzipatorische und ökologische Absichten und Forderungen formuliert.

"Die Urbane" hat demnach derzeit rund 100 Mitglieder. Darunter seien Musiker, Tänzer, DJs und weitere Freunde der Hip-Hop-Kultur, die sich in der Tradition einer "urbanen, globalen und emanzipatorischen Bewegung sehen", hieß es.


Förderung der Künste, legale Möglichkeiten der Integration, Ende der Massentierhaltung



"Wir wollen die Hip-Hop-Szene einladen, sich politisch zu betätigen und an der Demokratie teilzunehmen", sagte Gründungsmitglied Raphael Hillebrand der Zeitung. Die Hip-Hop-Partei mache sich unter anderem für die staatliche Förderung der Künste stark. Zudem sei Deutschland aus Sicht der Partei "mehr denn je" ein Einwanderungsland. Es müsse deshalb mehr Möglichkeiten der legalen Migration nach Deutschland geben.

Die Partei plädiere auch für eine Änderung des Konsumverhaltens. So müsse die Massentierhaltung gestoppt werden, zitierte die Zeitung aus dem Parteiprogramm. Weitere Forderungen seien, dass Kinder in Grundschulen nach ihrem eigenen Tempo lernen sollten. Das Leben in Großstädten solle bezahlbar bleiben und Cannabis solle nicht weiter als illegale Substanz gelten.