Bamberg
Fleisch

Billig-Steaks bei Aldi sorgen für heftige Debatte auf Facebook

1,99 Euro für 600 Gramm Fleisch: Dieses Angebot von Aldi Süd stößt einem Facebook-Nutzer sauer auf. Sein Post an den Discounter wird tausendfach geteilt.
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1,99 Euro für 600 Gramm Schweinnackensteaks: Dieses Angebot von Aldi Süd stößt einem Facebook-Nutzer sauer auf. Sein Post an den Discounter wird tausendfach geteilt. Symbolfoto: dpa
1,99 Euro für 600 Gramm Schweinnackensteaks: Dieses Angebot von Aldi Süd stößt einem Facebook-Nutzer sauer auf. Sein Post an den Discounter wird tausendfach geteilt. Symbolfoto: dpa
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Es ist eine Diskussion, die hierzulande immer wieder mal hochkocht: Der Streit ums Fleisch, beziehungsweise um den Preis fürs Fleisch.

Ein Facebook-Nutzer hat sich vor kurzem an den Discounter Aldi Süd gewandt und ein Angebot kritisiert: "diese Woche habt Ihr BBQ Nackensteak im Angebot. 600 g mariniertes Schweinenacken-Steak für 1,99 €. Weniger als zwei Euro für mehr als ein halbes Kilo Fleisch." Der Verbraucher bezeichnet das Angebot als "einfach nur KRANK", nennt das Verhalten des Discounters "verantwortungslos" und übt scharfe Kritik, die in Teilen auch unter die Gürtellinie geht: "Ich wünsche Euch von Herzen, dass Ihr vom Verzehr dieser Antibiotika-Schnitzel schlimmes Genitalherpes bekommt [...]" oder " [...] vielleicht läuft es ja gut und Ihr bekommt trotzdem irgendeine fiese Seuche."

Der Beitrag des Nutzers wurde bis zum Montag (29. Mai) mehr als 13.000 mal geteilt und fast 3000 mal kommentiert - offensichtlich scheint der Verbraucher einen Nerv getroffen zu haben.

Den Beitrag können Sie hier im Original ansehen
 

 


Auch Aldi Süd äußerte sich zwischenzeitlich zu dem Post, der vorübergehend verborgen war. Darin verweist Aldi auf das eigene Engagement in der Initiative Tierwohl, die sich für Förderung einer "tierartgerechten und nachhaltigen Fleischerzeugung" einsetze. Auch auf die "Tierwohl-Einkaufspolitik" des Discounters wird verlinkt. Im übrigen sei der Post zunächst verborgen worden, weil er aufgrund der Beleidigungen gegen die Netiquette verstoßen habe.

Die Antwort des Nutzers lässt nicht lange auf sich warten. Zufrieden scheint er mit der Reaktion seitens Aldi Süd nicht zu sein, nennt die Initiative "halbherzig" und bezeichnet sie als "Schönheitskorrektur [...], die die wesentlichen Mängel und Missstände der Fleischindustrie unberührt und weiter fortbestehen lässt [...]". Außerdem fordert er Aldi auf, Verbraucher nicht für blöd zu halten.

Andere Nutzer diskutierten mit über das "Billigfleisch". Nicht wenige sehen darin kein Problem des Discounters, sondern ein gesamtgesellschaftliches. Ein Nutzer schreibt etwa: "wenn es nicht gekauft werden würde, dann würde es dieses Angebot auch nicht geben!!" und kritisiert damit die Verbraucher, die nicht mehr für qualitativ hochwertige Lebensmittel zahlen wollen beziehungsweise es nicht können. Doch es gibt auch andere Stimmen: " Jeder darf und soll das kaufen, was er möchte und sich leisten kann. Wen willst Du zu was bekehren", schreibt etwa ein Nutzer. Und ein weiterer: "Selten so einen unqualifizierten Müll gelesen, wenn es dich bzw. andere Verbraucher stört, dann kauft im Bio Markt wie ich."