Dresden
Umstrittener Post

Bestätigt: Pegida-Chef Lutz Bachmann ist zurückgetreten

Pegida-Chef Lutz Bachmann ist wegen eines selbst geschossenen und verbreiteten Fotos mit Hitler-Bärtchen und -Scheitel in den eigenen Reihen in Kritik geraten. Am Mittwochabend ist der Vereinsvorsitzende zurückgetreten.
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Pegida-Chef Lutz Bachmann am 8.12.2014 Archivbild Foto: dpa
Pegida-Chef Lutz Bachmann am 8.12.2014 Archivbild Foto: dpa
Pegida-Gründer Lutz Bachmann (41) tritt von allen seinen Ämtern bei dem islamkritischen Bündnis zurück. Das sagte Pegida-Sprecherin Kathrin Oertel am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte Bachmann der "Bild"-Zeitung gesagt: "Ja, ich trete auch als Vorstand zurück."

Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte am Mittwoch Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen den Pegida-Chef aufgenommen. Dabei geht es um angeblich von Bachmann stammende Facebook-Posts mit ausländerfeindlichen Beleidigungen. Sie waren am Dienstag im Internet verbereitet worden und enthalten menschenverachtende Bezeichnungen wie "Viehzeug", "Gelumpe" und "Dreckspack" in Bezug auf Ausländer. Die Echtheit der Nachrichten ist noch unbestätigt. Außerdem geriet Bachmann wegen eines selbst geschossenen und verbreiteten Fotos mit Hitler-Bärtchen und -Scheitel in den eigenen Reihen unter Druck.
Den "Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) war immer wieder vorgeworfen worden, Ressentiments gegen Ausländer zu schüren. Pegida hat dies stets bestritten.