Heppenheim (Bergstraße)

Asylunterkunft in Heppenheim brennt: Mann springt aus Fenster

Bei einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft im südhessischen Heppenheim ist ein Bewohner schwer verletzt worden. Der Mann ist wegen des Feuers aus dem Fenster gesprungen.
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Ein Feuerwehrmann (l) und Polizeibeamte stehen am 04.09.2015 in Heppenheim (Hessen) vor einer Unterkunft für Asylbewerber, nachdem ein Brand im Treppenhaus gelöscht wurde. Ein Bewohner rettete sich mit einem Sprung aus der zweiten Etage ins Freie und wurde dabei schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Weitere Bewohner erlitten leichte Rauchgasverletzungen. Die Ursache des Brandes sei weiter unklar, sagte eine Polizeisprecherin. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Ein Feuerwehrmann (l) und Polizeibeamte stehen am 04.09.2015 in Heppenheim (Hessen) vor einer Unterkunft für Asylbewerber, nachdem ein Brand im Treppenhaus gelöscht wurde. Ein Bewohner rettete sich mit einem Sprung aus der zweiten Etage ins Freie und wurde dabei schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Weitere Bewohner erlitten leichte Rauchgasverletzungen. Die Ursache des Brandes sei weiter unklar, sagte eine Polizeisprecherin. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Wie die Polizei mitteilte, gab es zudem mehrere Leichtverletzte. Das Feuer sei in der Nacht zum Freitag aus noch unbekannter Ursache im Eingangsbereich des Gebäudes ausgebrochen. Es habe schnell gelöscht werden können. Die Unterkunft sei aber nun unbewohnbar.

In dem dreigeschossigen Wohnhaus waren den Angaben zufolge mehr als 60 Menschen untergebracht, unter anderem aus Äthiopien, Eritrea, dem Irak, Syrien und Nigeria. Einer von ihnen habe sich durch einen Sprung aus dem zweiten Stock gerettet und sei dabei schwer verletzt worden. Weitere Bewohner hätten leichte Rauchvergiftungen erlitten.

Seit Monaten kommt es immer wieder zu Brandanschlägen auf geplante, aber auch auf bereits bewohnte Flüchtlingsheime. Bis Ende August wurden mehr als 340 Anschläge auf Unterkünfte von Asylbewerbern gezählt. Das sind in den ersten acht Monaten des Jahres bereits fast doppelt so viele wie im Gesamtjahr 2014.