Berlin
Terroranschlag in Berlin

Anschlag in Berlin: Drei Männer mit Kontakten zu Amri in Tunesien festgenommen

Nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin kam der Terrorverdächtige Anis Amri in Mailand bei einer Schießerei ums Leben. Die Chronologie.
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In Mailand wurde der Anis Amri erschossen. Foto: Daniele Bennati/B&V/dpa
In Mailand wurde der Anis Amri erschossen. Foto: Daniele Bennati/B&V/dpa
Am Montag wurden bei einem Terroranschlag in Berlin zwölf Menschen getötet.

10.44 Uhr: Ermittlungen zu Amri - Mögliche Helfer und Fluchtroute ein Fokus

Die Ermittlungen nach dem Anschlag in Berlin laufen auch an den Weihnachtsfeiertagen mit Hochdruck. Unter anderem soll geklärt werden, ob der mutmaßliche Attentäter Anis Amri ein Unterstützernetzwerk, Mitwisser oder Gehilfen hatte. Der 2015 nach Deutschland gekommene Tunesier war nach Überzeugung der Ermittler der Mann, der am Montagabend in mit einem gestohlenen Sattelzug in den Weihnachtsmarkt gerast war. Dabei starben 12 Menschen, 53 wurden teils lebensgefährlich verletzt.

Der 24-jährige Amri ist französischen Medieninformationen zufolge über Lyon und Chambéry nach Italien gelangt, wo er am Freitag bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet wurde. Der Terrorverdächtige habe am vergangenen Donnerstag in Lyon das Bahnticket für Italien gekauft, berichtete die Wochenzeitung "Journal de Dimanche" mit Verweis auf eine hochrangige Quelle im Pariser Innenministerium.

Amri habe einen zweiten Fahrschein nach dem Umsteigen in Chambéry in einem nach Mailand führenden Hochgeschwindigkeitszug in bar gelöst, ergänzte der Radiosender Europe 1. Staatspräsident François Hollande sei am Donnerstag ebenfalls in Chambéry in der Region Savoyen gewesen, um ein Krankenhaus einzuweihen. Wegen dieses Besuches seien Kontrollen am Bahnhof nicht vorrangig gewesen, so der Sender. Ermittler werteten Aufnahmen von Überwachungskameras der Bahnhöfe Lyon Part-Dieu und Chambéry aus. Wie der Terrorverdächtige nach Lyon kam, sei nicht bekannt.

16 Uhr: Polizei: Mann von Überwachungskamera meldet sich

Nach der Veröffentlichung von Bildern aus einer Überwachungskamera vor einem Berliner Moschee-Verein hat sich der Gezeigte nach Angaben der Polizei bei der Behörde gemeldet. Es stehe eindeutig fest, dass es nicht der Terrorverdächtige Anis Amri gewesen sei, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Samstag mit. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte am Donnerstagabend berichtet, Amri sei auf Bildern vor und nach dem Terroranschlag an dem Salafisten-Treffpunkt in Moabit zu sehen.
Der Chef des Landeskriminalamts, Christian Steiof, hatte das bereits am Freitag dementiert: Bei der Person auf den Bildern handele es sich nicht um den mutmaßlichen Attentäter. "Die Bilder wurden den Medien ohne Freigabe der Polizei Berlin zugespielt", hieß es in der Mitteilung am Samstag.

13.57 Uhr: Verletzter Polizist darf aus Krankenhaus

Nach dem Schusswechsel bei Mailand mit dem mutmaßlichen Attentäter von Berlin darf der dabei verletzte italienische Polizist das Krankenhaus wieder verlassen. Christian Movio gehe es sehr gut, sagte der Direktor des Krankenhauses in Monza am Samstag laut Nachrichtenagentur Ansa. Am Nachmittag werde er entlassen. Er könne bald wieder arbeiten. Dem Polizisten wurde ein Projektil aus der Schulter operiert.

13.43 Uhr: Sieben Deutsche unter Todesopfern von Berliner Anschlag

Die Opfer des Terroranschlags von Berlin sind nach Angaben des Bundeskriminalamtes identifiziert. Unter den Toten seien sieben Deutsche sowie Menschen mit tschechischer, ukrainischer, italienischer, israelischer sowie polnischer Staatsangehörigkeit. Angaben zu Geschlecht und Alter machte eine Sprecherin in Wiesbaden mit Verweis auf Persönlichkeitsrechte nicht. Kinder seien aber nicht unter den Getöteten.
Bereits zuvor war bekannt geworden, dass unter den Toten jeweils ein Pole, eine Italienerin, eine Israelin und ein Tscheche ist. Nach "Spiegel"-Informationen handelt sich um sechs Männer und sechs Frauen. Bei dem Attentat wurden zudem 53 Menschen teilweise lebensgefährlich verletzt.

13.35 Uhr: Drei Männer mit Verbindungen zu Amri in Tunesien festgenommen

Tunesische Sicherheitskräfte haben drei Männer festgenommen, die mit dem mutmaßlichen Attentäter von Berlin in Verbindung stehen sollen. Einer der Verdächtigen sei der Neffe von Anis Amri, teilte das Innenministerium in Tunis am Samstag mit. Die Festgenommenen seien demnach zwischen 18 und 27 Jahre alt.
Der Neffe habe gestanden, dass er mit Amri auf einem verschlüsselten Weg über eine Nachrichtenapp in Kontakt gestanden habe. Sein Onkel habe gewollt, dass er der Terrormiliz Islamischer Staat die Treue schwöre. Auch habe er ihm Geld geschickt.
Das Innenministerium bezeichnete die drei Männer als eine Terrorzelle, die Sicherheitskräfte bereits am Freitag nahe der Stadt Kairouan ausgehoben hätten. In dieser Region lebt auch die Familie von Anis Amri. Kairouan gilt als Salafistenhochburg.

12.28 Uhr: Amri gelangte über Lyon nach Italien

Der mutmaßliche Berliner Attentäter Anis Amri ist französischen Medieninformationen zufolge über Lyon und Chambéry nach Italien gelangt. Der Terrorverdächtige habe am vergangenen Donnerstag in Lyon das Bahnticket für Italien gekauft, berichtete die Wochenzeitung "Journal de Dimanche" mit Verweis auf eine hochrangige Quelle im Pariser Innenministerium.

Der französische Innenminister Bruno Le Roux hatte am Freitagabend laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bestätigt, um die Fakten in diesem Fall präzise festzustellen. Zur vermuteten Reiseroute von Amri über Frankreich äußerte er sich nicht. "Ich rufe zur größten Vorsicht auf im Hinblick auf Informationen, die zur Zeit zirkulieren", hatte der Ressortchef dazu gesagt.


Samstag, 24. Dezember, 9.21 Uhr: Laschet fordert längeren Unterbindungsgewahrsam

Nach dem Anschlag von Berlin fordert CDU-Vize Armin Laschet, die Dauer des Unterbindungsgewahrsams in Nordrhein-Westfalen auszuweiten. "Damit können Gefährder, von denen die Begehung einer Straftat erwartet wird, festgesetzt werden", sagte Laschet der "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). NRW gehöre zu den drei Bundesländern, in denen dies nur bis zum Ende des Folgetages möglich sei. Dagegen könne der Unterbindungsgewahrsam in Bayern und Baden-Württemberg bis zu 14 Tage dauern. "Das muss auch in NRW die Regelung werden". Zudem solle die Landespolizei endlich die Möglichkeit zu verdachtsunabhängigen Kontrollen erhalten. Während es in 13 Bundesländern die sogenannte Schleierfahndung gebe, lehne NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) eine solche Regelung weiter ab.

21.56 Uhr: Identifizierung der Berliner Terroropfer abgeschlossen

Die Opfer des Terroranschlags von Berlin sind alle identifiziert. Das Bundeskriminalamt teilte am Freitagabend über den Kurzmitteilungsdienst Twitter mit: "IDKO des BKA hat Identifizierung der 12 Todesopfer vom Breitscheidplatz beendet." IDKO ist die behördeninterne Abkürzung für Identifizierungskommission. Bekannt ist, dass unter den Toten jeweils ein Pole, eine Italienerin, eine Israelin und ein Tscheche ist. Nach "Spiegel"-Informationen handelt sich um sechs Männer und Frauen. Bei dem Attentat wurden außerdem 53 Menschen teilweise lebensgefährlich verletzt. "Wir gedenken der Opfer und trauern mit deren Angehörigen", schrieb das BKA in seinem Tweet.

21.08 Uhr: Rom schließt Lastwagen aus Stadtzentrum aus

Nach dem Attentat von Berlin mit einem Lastwagen hat die Stadt Rom für die bevorstehenden Feiertage ein Verbot für alle Lkw im Stadtzentrum ausgesprochen. Die Maßnahmen gelten vom 24. bis 26. Dezember sowie vom 31. Dezember bis 6. Januar. Ausgenommen seien Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen, die wichtige Güter wie Lebensmittel und Medizin sowie Post beförderten, teilte Bürgermeisterin Virginia Raggi am Freitag mit. Die Entscheidung sei auf Grundlage von Empfehlungen der Polizei getroffen worden. Am Donnerstag hatte Raggi aus Sicherheitsgründen bereits ein Verbot von Feuerwerkskörpern erlassen.

20.48 Uhr: Bürgermeisterin dankt Polizisten

Nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters im italienischen Sesto San Giovanni hat die Bürgermeisterin der Stadt dem Polizisten gedankt, der den Terrorverdächtigen erschossen hatte. "Ich habe ihm gesagt, dass die ganze Stadt dankbar ist und stolz auf die Aktion vergangene Nacht", sagte Monica Chitto am Freitagabend. Die Einwohner seien verwundert und verängstigt.

"Diese Person ist durch Europa gereist und wurde hier gefangen, in Sesto San Giovanni", sagte die Bürgermeisterin der Stadt nahe Mailand. "Wir müssen herausfinden, wohin dieser Mensch wollte. Falls die Ermittlungen ergeben, dass er in Sesto bleiben wollte, brauchen wir möglicherweise stärkere Polizeipräsenz."

18.12 Uhr: Kritik an Namensnennung der italienischen Polizisten

Nach dem Tod des mutmaßlichen Berliner Attentäters in Mailand ist Kritik an der Namensnennung der beiden italienischen Polizisten aufgekommen. Einer der beiden Polizisten hatte den Tatverdächtigen Anis Amri in der Nacht zu Freitag im Großraum Mailand erschossen. Italiens Regierungschef Paolo Gentiloni und Innenminister Marco Minniti hatten darauf Christian Movio und Luca Scatà öffentlich gedankt und auch ihre Namen genannt.
Italienische Medien zitierten aus einem Schreiben des Polizeichefs Franco Gabrielli, in dem der vor möglicher Vergeltung gegen Polizisten warnt. Auf Twitter kritisierten Schreiber die Namensnennung, da dies die Polizisten gefährden könne. "Und ihre Adresse teilt ihr nicht mit? Neben den Fotos und den anderen Angaben würde nur noch das fehlen", kommentierte ein Nutzer zum Beispiel den Tweet des Innenministers.

17.43 Uhr: "Spiegel": Handy von getötetem Amri gefunden

Nach der Geldbörse hat die Polizei nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" offensichtlich auch das Handy des getöteten Terrorverdächtigen Anis Amri gefunden. Das Mobiltelefon der Marke HTC sei beim Lastwagen sichergestellt worden, mit dem der 24-jährige Tunesier am Montagabend mit großer Wahrscheinlichkeit in einem Weihnachtsmarkt im Berliner Zentrum gerast ist, berichtetet das Magazin am Freitag. Bei dem Anschlag waren zwölf Menschen getötet und mehr als 50 verletzt worden. Das Telefon werde Amri zugeordnet. Die Auswertung des Mobiltelefons durch Spezialisten der Kriminaltechnik laufe derzeit auf Hochtouren, zitierte "Der Spiegel" aus Sicherheitskreisen.

Offenbar wurde das wichtige Beweisstück wie die Geldbörse Amris erst viele Stunden nach dem Anschlag gefunden worden, nämlich am Dienstag bei einer erneuten Untersuchung des Lastwagens durch die Spurensicherung. Der späte Fund, so heißt es aus Berliner Polizeikreisen, sei der "Akribie der Tatortarbeit" geschuldet. Man habe nach dem Prinzip Gründlichkeit vor Schnelligkeit gearbeitet. "Es gibt kriminaltechnische Standards, wie lange kriminaltechnische Untersuchungen dauern, die halten wir auch konsequent ein", hatte Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt gesagt.



15 Uhr: IS-Sprachrohr veröffentlicht angebliches Video von Anis Amri


Der mutmaßliche Attentäter Anis Amri hat vor dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt offenbar ein Treuebekenntnis zur Terrormiliz IS abgegeben. Das IS-Sprachrohr Amak veröffentlichte am Freitag ein Video, auf dem angeblich Amri zu sehen ist. Die Aufnahme zeigt einen Mann auf einer Brücke in Berlin, hinter ihm ist ein Gewässer zu sehen. Da die Bäume im Hintergrund noch Blätter tragen, scheint das Video schon vor einigen Wochen aufgenommen worden zu sein.

Auf der knapp dreiminütigen Aufnahme schwört Amri dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue. Die Echtheit der Aufnahme konnte zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.
Der auf dem Video zu sehende junge Mann richtet sich dabei an die "Kreuzzügler": "Wir kommen zu Euch, um Euch zu schlachten, Ihr Schweine." Es werde Rache für das Blut von Muslimen geben, das vergossen wurde. "Wir werden Rache üben, Rache üben, Rache üben, so Gott will." Amak gab dem mutmaßlichen Attentäter den Kampfnamen Abu Bara al-Tunisia.

14.30 Uhr: De Maizière "erleichtert" über Ausschaltung Amris

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat mit großer Erleichterung auf die Ausschaltung des mutmaßlichen Terroristen Amri reagiert. "Ich bin sehr erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Er beglückwünschte die italienischen Behörden und bedankte sich bei den beiden Polizisten, die Amri gestellt hatten.

14.26 Uhr: Neun der zwölf Anschlagsopfer sind identifiziert

Nach Angaben des Landeskriminalamtes seien inzwischen neun der zwölf Anschlagsopfer von Berlin identifiziert. Darunter sei auch ein tschechischer Staatsbürger, sagte LKA-Chef Christian Steiof am Freitag am Rande einer Sitzung des Berliner Innenausschusses der Deutschen Presse-Agentur. Bereits bekannt war, dass unter den Toten auch eine Israelin und eine Italienerin sind. Außerdem kam bei dem Anschlag mit einem Lastwagen dessen polnischer Fahrer ums Leben. Bei allen bisher identifizierten Opfern handele es sich um Erwachsene, fügte Steiof hinzu. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Einige der Schwerverletzten kämpfen in Krankenhäusern weiter um ihr Leben. Die Identifizierung der Toten dauere an.

14.17 Uhr: Maas kündigt nach Amris Tod rasche Konsequenzen an

Nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) rasche Beratungen über rechts- und sicherheitspolitische Konsequenzen angekündigt. Bei den Gesprächen "sehr zügig im Januar" mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) "wird es insbesondere um die Fragen gehen, wie Ausreisepflichtige so schnell wie möglich abgeschoben werden und wie Gefährder noch besser überwacht werden können", sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin.

Maas betonte: "Auch wenn der Tatverdächtigte tot ist, die rechtsstaatliche Aufarbeitung endet nicht. Die Ermittlungen laufen weiter. Denn: Wir müssen alles tun, um auch die Hintergründe des brutalen Anschlags aufzuklären."



13.51 Uhr: Generalbundesanwalt bestätigt Tod des Terrorverdächtigen Amri

Der mutmaßliche Attentäter von Berlin, Anis Amri, ist nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank tot. Frank bestätigte am Freitag in Karlsruhe eine entsprechende Erklärung des italienischen Innenministers Marco Minniti.

13.30 Uhr: Anschlag: Polizei rechtfertigt Untersuchung des Lkw-Fahrerhauses

Die Berliner Polizei hat das späte Auffinden einer Geldbörse des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri mit einem planmäßigen Vorgehen bei der Spurensicherung begründet. "Es gibt kriminaltechnische Standards, wie lange kriminaltechnische Untersuchungen dauern, die halten wir auch konsequent ein", sagte Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt am Freitag in einer Sitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus.

Es gehe nicht nur darum, einen Täter festzunehmen, sondern auch darum, die Taten vor Gericht zu beweisen. "Dazu gehört eben auch, dass man nicht Spuren vernichtet, sondern die Standards einhält."

Im Fahrerhaus des Lasters, der am Montag über den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gefahren war, hatten die Ermittler erst einen Tag später eine Geldbörse entdeckt, die sie auf die Spur Amris brachte. In ihr fand sich auch eine Duldungsbescheinigung des tunesischen Asylbewerbers.

13.22 Uhr: Person auf Fotos vor Moschee nicht Amri

Bei der Person auf den am Donnerstag bekanntgewordenen Fotos einer Überwachungskamera vor einer Moschee in Berlin handelt es sich nicht um den mutmaßlichen Attentäter Anis Amri. Das teilte der Chef des Landeskriminalamts, Christian Steiof, am Freitag in einer Sitzung des Berliner Innenausschusses mit. Nach Aussagen der Polizeibeamten, die Amri kennen oder zeitweise observiert haben, "ist die Person auf diesen veröffentlichten Bildern nicht Anis Amri", sagte er.
Am Donnerstagabend hatte das RBB-Fernsehen Bilder einer Überwachungskamera gezeigt und berichtet, darauf sei der tatverdächtige Tunesier Anis Amri vor einem Moschee-Verein zu sehen, der als Salafisten-Treffpunkt gilt. Gezeigt wurden Fotos, die vor und nach dem Anschlag gemacht wurden.


13.02 Uhr: Ermittler wollen Amris Waffe identifizieren

Nach der Erschießung des mutmaßlichen Berliner Lastwagen-Attentäters in Mailand versuchen die Ermittler in Italien mehr über die Waffe herauszufinden, die Anis Amri bei sich trug. Man wolle herausfinden, ob es sich um dieselbe Waffe handle, die bei der Entführung des polnischen Lkws am Montag in Berlin verwendet wurde, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica" am Freitag. Amri habe in Mailand mit einer 22-Kaliber-Pistole geschossen, schrieb die Polizei auf Facebook. Der Verdächtige war am Freitag in den frühen Morgenstunden von einer Polizeikontrolle in Mailand gestoppt und bei einem Schusswechsel getötet worden.

11.48 Uhr: Bundesregierung dankt italienischen Behörden

Die Bundesregierung hat den italienischen Behörden für die Zusammenarbeit im Fall des Terrorverdächtigen Anis Amri gedankt. Es habe einen sehr engen und vertrauensvollen Informationstausch am Freitagvormittag gegeben, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. So sei der amtierende deutsche Generalkonsul in Mailand sehr früh eingeweiht worden, es habe auch direkten Kontakt mit dem dortigen Polizeipräfekten gegeben.




11.43 Uhr: Polizei: Amri hatte keine Dokumente bei sich

Der italienischen Polizei zufolge hatte der erschossene Terrorverdächtige Anis Amri bei der Kontrolle gegen 3.30 Uhr in Mailand keine Dokumente bei sich. Er habe mit einer 22-Kaliber-Pistole geschossen, schrieb die Polizei auf Facebook. Die Waffe sei scharf gewesen, als er sie aus einem kleinen Rucksack holte.



11.37 Uhr: Wohl keine Verbindung zwischen Fall Oberhausen und Amri

Im Fall einer möglichen Anschlagsvorbereitung auf das Einkaufszentrum Centro in Oberhausen sehen die Ermittler keine Verbindung zum mutmaßlichen Berliner Attentäter Anis Amri. "Im Moment gibt es da keine Verbindung", sagte ein Sprecher der Polizei Essen am Freitag und bestätigte damit Informationen der "Bild"-Zeitung.

11.30 Uhr: Amri kam aus Frankreich

Amri sei aus Frankreich, aus Chambéry in Savoien, nach Turin gekommen, berichtete der Mailänder Antiterrorchef Alberto Nobili am Freitag. Von Turin in der italienischen Region Piemont sei er wiederum mit dem Zug nach Mailand gefahren, wo er gegen 1.00 Uhr in der Nacht zum Freitag angekommen sei. Gegen 4.00 Uhr am Morgen sei er den zwei Polizisten begegnet, die ihn bei einem Schusswechsel töteten. Ein Polizist wurde an der Schulter verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

11.11 Uhr: Der italienische Innenminister bestätigt Tod Amris

Der italienische Innenminister bestätigte am Freitagvormittag, dass es sich bei dem Erschossenen tatsächlich um den Terrorverdächtigen Anis Amri handelte. Mehr zur Schießerei in Italien.

10.56 Uhr: Bericht: Fingerabdrücke bestätigen, dass es Amri ist

Laut Medienberichten sollen die Fingerabdrücke bestätigen, dass es es sich um Anis Amri handelt.

10.38 Uhr: Anis Amri angeblich bei Mailand erschossen

Anis Amri soll in Mailand erschossen worden sie. Bislang gebe es aber keine Bestätigung. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Angeblich sei er in der Nacht auf Freitag gegen 3 Uhr in der norditalienischen Stadt in eine Straßenkontrolle am Bahnhof geraten. Amri sei zu Fuß unterwegs gewesen und aufgefordert worden, seine Ausweispapiere zu zeigen. Dabei soll er sofort eine Waffe gezogen und geschossen haben. Amri soll einen Polizisten an der Schulter getroffen haben. Daraufhin eröffneten zwei Polizisten das Feuer und erschossen den Terrorverdächtigen. Amri soll zuvor mit dem Zug aus Frankreich gekommen sein.


9.32 Uhr: Polizei prüft Verbindung zum Mord an der Alster in Hamburg

Nach dem Anschlag von Berlin prüft die Hamburger Polizei, ob der europaweit gesuchte Anis Amri für den Mord an einem 16-Jährigen Mitte Oktober an der Alster verantwortlich sein könnte. Die Mordkommission habe Ähnlichkeiten zwischen dem Terrorverdächtigen Amri und dem Phantombild in dem Hamburger Mordfall festgestellt, berichteten die Zeitungen der Funke-Gruppe. Ein Polizeisprecher bestätigte am Freitag den Bericht: "Das ist eine weitere Spur, der wir nachgehen. Nach derzeitigem Stand gibt es da aber keine Hinweise."
Ein Unbekannter hatte am 16. Oktober in Hamburg einen 16-Jährigen mit mehreren Messerstichen getötet. Die Begleiterin des Jugendlichen stieß der Angreifer ins Wasser. Die 15-Jährige konnte sich unverletzt ans Ufer retten. Anfang November hatte die Polizei ein Phantombild eines etwa 23 bis 25 Jahre alten Mann veröffentlicht. Eine Verbindung zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hält die Polizei weiter für unwahrscheinlich, wie der Sprecher am Freitag bekräftigte. Das IS-Sprachrohr "Amak" hatte die Tat für sich reklamiert.

23. Dezember: 04.20 Uhr: Amri womöglich noch in Berlin


Der mutmaßliche Täter des Anschlages auf einen Berliner Weihnachtemarkt hält sich womöglich noch in Berlin auf. Nach Informationen des rbb gibt es Überwachungsaufnahmen, die ich einige Stunden nach der Tat in einer Moschee in Moabit zeigen. Währrenddessen ist es in NRW in der Nacht zu Festnahmen von zwei Brüdern gekommen, die offenbar einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum in Oberhausen geplant hatten.