Bamberg

An Silvester Rücksicht auf Tiere nehmen

An Silvester ist es meist laut und die Wohnung voller Leute: Solche Veränderungen bekommen Tiere schnell mit und reagieren verängstigt. Wir verraten Ihnen, wie Sie die Nacht mit ihren Tieren stressfrei gestalten.
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Symbolbild Archiv Foto: Tobias Schneider
Symbolbild Archiv Foto: Tobias Schneider
Auch wenn es schwerfällt: Halter sollten entspannt bleiben, wenn der Hund bei jeder Rakete zu bellen anfängt oder sich die Katze verstört unter der Couch verkriecht. "Das ist besser, als das Tier zu trösten", sagt Marius Tünte vom Deutschen Tierschutzbund. Das signalisiere dem Tier erst recht, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Wenn es geht, sollten Besitzer am Silvestertag den üblichen Rhythmus beim Füttern und Spielen beibehalten.

"Für Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen, Hamster und alle anderen Kleintiere ist der ruhigste Raum der Wohnung am Silvesterabend das beste Quartier", rät der Tierschutzbund. "Bei geschlossenem Fenster und heruntergelassenen Jalousien sind sie von dem Trubel gut abgeschirmt.
Am besten sollte die bekannte Bezugsperson am betreffenden Abend bei den Tieren bleiben und ihnen durch einen bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermitteln.

Tiere, die im Käfig oder Terrarium gehalten werden, bringen Halter am besten vor Mitternacht in einen ruhigen Raum weit weg vom Fenster. "Wer will, kann noch ein großes Tuch über das Gehege legen", rät Tünte.

Beruhigungspräparate sollten ohne Rücksprache mit einem Tierarzt nicht verabreicht werden.

Auch am Waldrand, in Parkanlagen oder an Uferregionen sollten aus Rücksicht auf Wildtiere keine Böller gezündet werden. Auch Häuser von Tierbesitzern, Tierheime, Stallungen, Koppeln und Weiden sollten tabu sein, erklärte der Tierschutzbund. An Silvester, wenn bereits einzelne Feuerwerksraketen gezündet werden, sollten zudem ängstliche Hunde ausschließlich an der Leine spazieren geführt werden - und das möglichst weitab von jeder Knallerei.