Hamburg
Lesen

80.000 Vorleser stellen ihre Lieblingsbücher vor

Zwei Drittel der Eltern lesen ihren Kindern etwas vor. Das könnte mehr sein, sagt zum Beispiel die Stiftung Lesen und veranstaltet mit vielen Partnern den bundesweiten Vorlesetag, mit wachsendem Erfolg.
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Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG (DB), spricht im "Silberturm" der DB in Frankfurt am Main zu Schülern der Klasse 2a der Liebfrauenschule. Grube hat sich am 11. Bundesweiten Vorlesetag für Kinder beteiligt. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa
Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG (DB), spricht im "Silberturm" der DB in Frankfurt am Main zu Schülern der Klasse 2a der Liebfrauenschule. Grube hat sich am 11. Bundesweiten Vorlesetag für Kinder beteiligt. Symbolfoto: Arne Dedert/dpa
Am 11. bundesweiten Vorlesetag haben am Freitag bundesweit mehr als 80.000 Freiwillige Kindern ihre Lieblingsbücher vorgestellt. Auch viele Prominente griffen zum Buch, unter ihnen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Bahnchef Rüdiger Grube. Auch "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, der Musiker Peter Maffay und Ex-Fußballprofi Thomas Hitzlsperger hatten sich angesagt. Der Vorlesetag ist eine Initiative der Wochenzeitung "Die Zeit", der Stiftung Lesen und der Deutsche Bahn Stiftung.

Einer Studie der Veranstalter zufolge, lesen zwei Drittel der Eltern ihren Kindern vor. Dieses Ritual stärke neben Sprachvermittlung und Wortschatz auch die familiären Bindungen. Auch schwierige Themen und Probleme könnten durch das Vorlesen besser bewältigt werden.
Willige Zuhörer gebe es reichlich, vor allem müssten die Eltern für das Vorlesen begeistert werden, hieß es in der Studie.

Nicht alle Vorleser hätten sich offiziell für den Vorlesetag angemeldet, sagte eine Sprecherin der Stiftung Lesen. Darum gehe man von etwa 100.000 Teilnehmern aus. Die Aktion gebe es jetzt seit elf Jahren. 2007 hätten sich erst 12 000 Vorleser angemeldet, jetzt weit über 80.000.

"Mit den vielfältigen und teils ungewöhnlichen Aktionen zum bundesweiten Vorlesetag wollen wir gerade auch die erreichen, die sonst kaum Zugang zum Lesen haben", sagte Grube. So gab es nicht nur Lesungen in Kitas, Grundschulen und Bibliotheken, sondern auch in Bussen und Bahnen, Schwimmbädern und Kantinen. "Wir müssen das Lesen in den Alltag integrieren und die Menschen dort ansprechen, wo sie sich sowieso aufhalten", sagte Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen.
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