Die 16-Jährige sei inzwischen identifiziert worden und werde durch die deutsche Botschaft im Irak konsularisch betreut, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Samstag mit. Weitere Auskünfte könnten derzeit nicht erteilt werden.

Irakische Behörden hatten Medienberichten zufolge vor mehreren Tagen in Mossul 19 Frauen festgenommen, die der Terrormiliz "Islamischer Staat" angehören sollen. Unter ihnen wurde auch Linda W. vermutet. Im Sommer 2016 war die damals 15-Jährige eigenmächtig in die Türkei gereist. Dort verlor sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft ihre Spur. Nach Berichten mehrerer Medien soll sie vor ihrer Ausreise zum Islam konvertiert sein.

Ermittlungen gegen W. wegen des Verdachts, Beziehungen zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat aufgenommen zu haben oder zu unterhalten, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft eingestellt, weil unklar war, wo sie sich aufhält. Die Ermittlungen könnten jedoch jederzeit wieder aufgenommen werden, hieß es bei der Behörde.