LKR Kitzingen
Anzeige

Gut vorbereitet starten

Bauen und Renovieren: Für alles braucht es eine solide Basis
Artikel drucken Artikel einbetten
Renovieren, neu bauen oder einfach nur die Innenräume gestalten - all das braucht eine Planung, solide Finanzierung und Handwerker, die sich um alles kümmern.   Foto: Anja Vorndran
Renovieren, neu bauen oder einfach nur die Innenräume gestalten - all das braucht eine Planung, solide Finanzierung und Handwerker, die sich um alles kümmern. Foto: Anja Vorndran

Der Traum von den eigenen vier Wänden - er kann schnell platzen und zum Alptraum werden. Wer besonnen handelt, kommt schneller ans Ziel. Das gilt sowohl für den Neubau, als auch für Renovierungsarbeiten. Wer in die eigenen vier Wände ziehen will - oder einfach nur die bereits vorhandenen Räume renovieren soll, der tut gut daran, sich gründlich vorzubereiten. Die passenden Handwerker findet man oft direkt vor Ort.

Allen Vorhaben voran steht eine solide Finanzierung, wem wenig Geld zur Verfügung steht, der sollte besser verzichten, oder so lange warten bis das finanzielle Polster etwas dicker geworden ist. Wer sich nicht auskennt, zahlt vielleicht ein Leben lang einen Kredit ab und schafft es trotzdem nicht, die vier Wände am Schluss sein Eigen zu nennen. Als Faustregel beim Bauen gilt: Je niedriger der Zinssatz, desto länger zahlen Häuslebauer ab. Während der Zinssatz über die gesamte Laufzeit gleich bleibt, ändert sich der Tilgungssatz. Es kann passieren, dass man statt der rund 30 Jahre mit hohen Zinsen, mit einem "billigen" Kredit fast 20 Jahre länger abbezahlt. Wer will das schon? Das Stichwort "Tilgungsparadox" sollte man sich von seinem Banker unbedingt erklären lassen.

Bausparvertrag, Sparguthaben und ein Kredit von der Bank sind meistens die drei Grundlagen für eine Baufinanzierung. Man kann sich auch von Freunden oder Verwandten Geld leihen - allerdings sollte der private Leihgeber wissen, dass er sich vor dem Finanzamt outen muss, woher das Geld stammt. Zudem lohnt sich beim Neubau ein Blick in die persönliche Kristallkugel mit der Frage, welche Zukunft es denn sein darf.

Kinder? Wenn ja, wie viele? Ein Garten? Wenn ja, wie groß? Können und wollen beide Partner weiterhin arbeiten? Ist das Finanzielle geklärt, geht es ran an den Hausbau, hier dominierten in früheren Zeiten Baustoffe wie Holz, Lehm und Natursteine. Auf diese Grundelemente kommen viele Häuslebauer auch heute wieder zurück. Was am besten passt, ist auch von der jeweiligen Region und dem (Wohn-)Umfeld abhängig. Weiterhin lohnt sich die Frage, was man in Eigenleistung einbringen kann, ehrlich zu beantworten: Nach einem Arbeitstag noch mehrere Stunden täglich auf der Baustelle zu verbringen und auch die Wochenenden mit Bauarbeiten einplanen, da gerät jeder schnell an seine physischen Grenzen und das wiederum lässt auch die Psyche nicht kalt.

Wer "nur" renovieren will, hat es fast ein bisschen leichter, sofern die Renovierung so einfacher Natur wie "Wohnung streichen" ist. Auch hier lohnt sich eine gute Vorarbeit und die heißt: Messlatte aus dem Schubfach, Wände genau ausmessen und die Maße auf jeden Fall notieren. Wer sich noch nicht für eine Farbe entschieden hat, der kann im Farbenhandel nachfragen, ob Farbmuster verliehen werden. Farben beeinflussen die Stimmung, deshalb sollte die Wandfarbe wohl überlegt werden. Trotzdem kennt das folgende Phänomen fast jeder: In einem optisch gut gestylten Raum zu sein und sich trotzdem unwohl zu fühlen. Gute Tipps, welche Farbe gewählt oder wie die Möbel gestellt werden sollten und was zu welcher Persönlichkeit passt, findet man in Feng Shui Büchern oder bei entsprechend ausgebildeten Beratern. Gutes Feng Shui sieht man nicht, man spürt es! In den eigenen Wänden kann jeder so gut wie alles machen, was er will. In Mietwohnungen gelten andere Regeln, Streichen, das geht.

Feste Fußböden wie Parkett, Dielen oder Fliesen, überhaupt, alles, was fest eingebaut ist, darf der Mieter auf gar keinen Fall ohne das Einverständnis des Vermieters entfernen. Änderungen werden untereinander besprochen, schriftlich fixiert - auch, wer welche Kosten übernimmt - erst dann heißt es: Freie Fahrt für Fußböden und Co.

Anja Vorndran

Verwandte Artikel

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.