E-Learning ist in vielen Unternehmen längst Alltag. 63 Prozent der deutschen Firmen kombinieren klassische Präsenz-Seminare mit digitalen Lerntechnologien, meist im Internet. Das hat eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom ergeben. Zur Auswahl stehen komplett virtuelle Kurse, einmalige sogenannte Webinare, aber auch informelle Lernmöglichkeiten. Doch was gibt es dabei zu beachten?


Was ist das Ziel
der Weiterbildung?

"Erst wenn klar ist, was man verändern möchte, kann man nach Methoden suchen, mit denen das gelingen kann", sagt Roland Küffner von der Universität Würzburg.
Welche Kompetenzen sollen erworben werden? Wo kann der Angestellte sein neues Wissen einsetzen? Handelt es sich um eine berufliche Weiterbildung, sollten Arbeitnehmer diese Fragen vorher mit ihrem Chef klären.


Welcher Lerntyp bin ich?

Für E-Learning sollten Arbeitnehmer in der Lage sein, strukturiert zu arbeiten und sich Lerninhalte selbst zu erschließen.
Zu den wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiches Online-Lernen gehört eine gewisse Offenheit, sagt Rebecca Stromeyer, Chefin der Konferenz für technologiegestützte Aus- und Weiterbildung OEB in Berlin: E-Learner müssen bereit sein, sich auf Neues einzulassen, es auszuprobieren und anzuwenden.


Welche E-Learning-Methode ist die richtige?

"In zahlreichen Studien hat sich gezeigt, dass reines Onlinelernen häufig hohe Abbruchquoten aufweist, da die Lernenden vereinzelt sind und der Austausch fehlt", sagt Angela Fogolin vom Bundesinstitut für Berufsbildung.
Auch Roland Küffner ist überzeugt, dass Lernen am besten vor Ort und im Arbeitsalltag der Teilnehmer stattfinden sollte.
Dort können sie die Fortbildungsinhalte direkt auf die eigene Arbeitspraxis übertragen. dpa-mag