Der Trend, mit dem Fahrrad zur Arbeit oder in die Uni zu fahren, wird immer größer. Vor allem die Debatte um den Klimaschutz bringt immer mehr Leute dazu, alltägliche Fahrten nun mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto zu erledigen. Wieso auch nicht - moderne Fahrräder bieten einen hohen Komfort und bringen mehr Bewegung in den Alltag. Damit das Fahrradfahren aber auch Spaß macht und keine Schmerzen oder Unfälle nach sich zieht, ist es wichtig, auf das richtige Modell zu setzen. Zwar haben alle Räder zwei Reifen und einen Sattel, aber die Form des Rahmens, die Art der Reifen und die technische Ausstattung unterscheiden sich je nach Einsatzgebiet.

Mit dem Cityrad staufrei durch die Stadt

Für die tägliche Fahrt in der Stadt ist das Cityrad, auch bekannt als Stadt- oder Tourenrad, bestens geeignet. Weniger sportlich ausgestattet, setzen Cityräder auf hohen Komfort im Alltag. Ein breiter und gut gepolsterter Sitz, der besonders den Sitzknochen schonen soll, und ein nach vorne gebogener Lenker mit einem höhenverstellbaren Vorbau sorgen für eine angenehme Sitzposition beim Radeln durch den Stadtverkehr. Der Rahmen eines Cityrads ist oft aus Aluminium und besonders bei Damenrädern tiefer ausgelegt. Die Reifen sind meist groß und schmal. Wenn jedoch vorne keine Federgabeln verbaut sind, die einen Federweg von 50 bis 70 Millimeter haben, können breitere Reifen mit einem größeren Luftvolumen und einem geringeren Luftdruck den gewünschten Komfort bieten.

Hochwertige Cityräder sind meist mit wartungsarmen Nabenschaltungen mit durchschnittlich sieben Gängen ausgestattet, wohingegen günstigere Modelle meist mit wartungsintensiveren Kettenschaltungen mit vielen Gängen geliefert werden.

Ob teuer oder günstig, ein Schutzblech, welches vor Ölflecken auf der Kleidung schützt, haben fast alle. Für Einkäufe oder die Handtasche sollte das Cityrad mit einem Gepäckträger ausgestattet sein, der mindestens mit 25 Kilogramm belastbar ist. Zusammengefasst sind Cityräder, wie der Name schon verrät, am besten für asphaltierte Straßen geeignet.

Das Trekkingrad ist ein echter Allrounder

Möchte man einen Allrounder, der für die Stadt, aber auch für Wald- und Feldwege geeignet ist, bietet sich ein Trekkingrad an. Die Kombination aus Rennrad und Mountainbike hat recht breite Reifen und eine aufrechte Sitzposition, die Komfort und Stabilität verheißt. Besonders für Urlaube geeignet, fahren die Trekkingräder am besten auf Straßen oder befestigten Waldwegen. Allzu rutschig und uneben sollten die Wege aber nicht sein, da die Reifen für den extremen Fall nicht geeignet sind. Der Rahmen des Trekkingrads hat meist ein geringeres Gewicht als der eines Cityrads und kann der Form eines Damen- oder Herrenrads ähneln. Fast immer ist dort eine Kettenschaltung mit bis zu 27 Gängen zu finden, die auch Steigungen zu einem Klacks machen. Zwei Bremsen, jeweils eine am Vorder- und eine am Hinterrad, sorgen dabei auch im Gelände für mehr Sicherheit und verhindern bei einer Notbremsung einen Überschlag. Speziell für Fahrradurlaube gibt es sogar Trekkingräder in einer Reiserad-Version. Die Sitzposition ist bei diesem Fahrrad auf langes Sitzen und eine dauerhafte Belastung ausgelegt und verhindert ein schmerzendes Gesäß.

Mit dem Mountainbike geht es ab ins Gelände

Für die Extremsportler, die lieber im freien Gelände als auf asphaltierten Straßen fahren, ist ein Mountainbike wohl die erste Wahl.

Das Mountainbike, welches zwar auch immer öfter in der Stadt genutzt wird, wurde speziell für unebenes und schwieriges Gelände entworfen. Die breiten Reifen mit ihren tiefen Profilen und der großen Auflagefläche bieten Schutz vor dem Wegrutschen. Mountainbikes sind außerdem meist mit einer wartungsintensiven Kettenschaltung mit bis zu 30 Gängen ausgestattet und bestehen aus einem stabilen, breiten Rahmen.

Besonders im Gelände kommt es auf eine gute Federung an - doch Federung ist nicht gleich Federung. Bei Mountainbikes wird zwischen Hardtail und Full Suspension unterschieden. Hardtail-Fahrräder sind nur vorne gefedert und decken damit den Markt der günstigeren Räder ab. Zwar ist die Federung geringer als bei Full Suspension, aber die Wartung ist weniger aufwendig, da keine Gelenke geschmiert werden müssen.

Full Suspension-Räder hingegen, auch Fully genannt, besitzen zusätzlich zur Vorderradfederung eine Hinterradfederung welche den Fahrkomfort deutlich verbessert. Natürlich zahlt man für den Komfort auch etwas mehr.

Möchte man erst ausprobieren, ob so eine Federung geeignet ist, bieten Carbon Hardtails eine Zwischenlösung. Hier werden die neuralgischen Stellen mit einem Kohlefaser-Layup verstärkt, sodass der Fahrkomfort in etwa so hoch wie bei einem Fully ist.Mareike Schäper