Seit einiger Zeit sind E-Bikes immer mehr im Kommen und erfreuen sich bei Kunden größerer Beliebtheit. Zu Anfang noch etwas verpönt, bieten E-Bikes heute eine willkommene Entlastung bei Aktivitäten mit dem Fahrrad. Kein Wunder also, dass die Hersteller das E-Bike immer weiterentwickeln und neue oder verbesserte Funktionen auf den Markt bringen. Doch was sind eigentlich die neuesten Trends im Jahr 2020?

Komfort auf zwei Rädern: SUV E-Bikes

SUVs sind normalerweise als große und komfortable Autos bekannt, die viel Stauraum im Kofferraum bieten. Dieser Komfort soll aber nicht nur auf vier Rädern, sondern nun auch auf zwei Rädern geboten werden. SUV E-Bikes zeichnen sich durch ein überhohes Fahrwerk, angedeutete Geländegängigkeit und eine besondere Ausstattung, die für hohen Komfort sorgen soll, aus. Der Grundgedanke dieses Modells sind die flexiblen Einsatzmöglichkeiten - ein richtiger Allrounder also. Der Gepäckträger, der mindestens 25 Kilogramm aushalten sollte, ist dabei nicht nur mit dem wöchentlichen Einkauf zu belasten, sondern kann auch mit größeren Taschen beladen werden. Somit steht einem längeren Fahrradurlaub nichts mehr im Weg.

Um die Fahrt mit dem SUV E-Bike so angenehm wie möglich zu gestalten und das Fahrrad zu einem echten Luxus-Bike in Sachen Komfort auszubauen, wurden Elemente wie Schutzbleche, Seitenständer und Scheibenbremsen mit 180 bis 200 Millimeter eingebaut. Bei der Bereifung steht dann aber der persönliche Geschmack im Vordergrund. Welche Reifen man braucht, sollte man anhand der bevorzugten Einsatzorte auswählen.

Im Gelände und auf der Straße eine gute Wahl: Gravel E-Bikes

Der Trend des Gravelbikes ist nun auch in der Welt der E-Bikes angekommen. Gravelbikes sind besonders im Gelände eine gute Wahl und sind eine Mischung aus Renn- und Geländerad - also für jeden geeignet, der am Wochenende ins Gelände geht und am Montag wieder zur Arbeit radelt. Der lange Rahmen, der extra Stauraum für Gepäck unter der Stange bietet, besteht aus Materialien wie Stahl, Aluminium, Carbon oder Titan. Die aufrechte Sitzposition ist zwar kürzer, aber dafür sportlicher als bei einem typischen Geländerad. Damit man bei einer Tour durch den Wald nicht an Ästen und Zweigen hängenbleibt, ist das Tretlager etwas höher angesetzt. Außerdem wurden an der Kurbel ein bis zwei Kettenblätter angebracht, die die Schaltübersetzung, im Vergleich mit einem Rennrad, um einiges verkürzen.

Rahmen und Gabel des Gravel E-Bikes sind so ausgelegt, dass sie mehr Platz für breitere Reifen mit einem gröberen Profil bieten. Denn um in schwierigem Gelände für mehr Sicherheit zu sorgen, haben Gravelbike-Reifen oft Noppen oder Stollen, die für mehr Traktion, aber auch für langsameres Fahren auf den Straßen sorgen.

Kleiner und fast unsichtbar: verbesserte Akkus

E-Bikes waren bisher dafür bekannt, dicke schwarze Akkus am Rahmen zu tragen - für viele ein Grund, sich gegen ein E-Bike zu entscheiden. Die Entwicklung geht aber zu kleineren bis hin zu fast unsichtbaren Akkus, die trotzdem die gleiche Leistung erbringen können. Mittlerweile werden die Akkus immer häufiger direkt in den Rahmen eingesetzt, was zwar einen dickeren Rahmen als gewöhnlich erfordert, wodurch aber keine Abstriche bei der Eleganz gemacht werden müssen.

Ein weiterer Trend, der 2020 immer stärker umgesetzt wird, sind leistungsstärkere Akkus bei gleicher Größe. Diese Akkus ermöglichen passionierten Fahrradfahrern mehr Reichweite und weniger Aufladezeit. Dieses Jahr sind also Strecken von bis zu 125 Kilometer kein Problem mehr. Und sollte der Akku doch mal während einer langen Tour aufgeben, so gibt es nun ein Schnellladegerät, dass 500 Wattstunden in nur drei Stunden aufladen kann. 50 Prozent des Akkus sind dabei schon nach 70 Minuten voll.

Technische Spielereien

So wie sich die E-Bikes weiterentwickeln, so entwickeln sich auch die technischen Gadgets weiter. Erfindungen wie beleuchtete Fahrradkörbe, selbstnavigierende Fahrräder mit Android im Rahmen oder ein Blinker, der sich per Mimik steuern lässt, erfreuen nun die Herzen der Technikbegeisterten. Um das teure E-Bike aber vor Diebstahl zu schützen, sind solche Gadgets eher weniger hilfreich. Wenn das Schloss doch mal geknackt worden ist, hilft ein GPS-Sender im Schloss oder Rad, das Fahrrad dank Standortübermittlung schnell wiederzufinden.

Die eigene Sicherheit immer im Blick

Doch nicht nur die Sicherheit des E-Bikes wird mit den neuen technischen Gadgets optimiert, sondern auch das eigene Training. Ein kratzfestes und übersichtliches Display, welches am Lenkrad angebracht ist und sich der Umgebungsbeleuchtung anpasst, bietet eine Übersicht über den Akku-Stand, die Geschwindigkeit, die eigene Leistung und weitere Details. Die Bedienung erfolgt dann per Lenker, sodass die Hände nicht von den Griffen genommen werden müssen. Trägt man einen bluetoothfähigen Brustgurt, lässt sich die Herzfrequenz mit dem Display kontrollieren und das Training verbessern.Mareike Schäper