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Förderpreis „Humano“ für Olodum

In diesem Jahr verliehen die Veranstalter des internationales Samba-Festivals erstmals einen Förderpreis in der Kategorie „soziales Engagement“. Der „Humano – Botschafter für die Menschlichkeit“ ist auf 5000 Euro dotiert und wird künftig alle zwei bis Jahre an Personen, Einrichtungen oder Initiativen verliehen, die über Jahre hinweg soziale Projekte oder Kinderprojekte fördern und unterstützen oder sogar selbst Hilfsprojekte gegründet haben und betreiben. Den Humano 2015 bekam die international hoch angesehene Gruppe Odolum.
 

Eintrag ins Goldene Buch

OB Norbert Tessmer erzählte wie bunt und weltoffenen Coburg ist. „Seit 1992 findet nun das Samba-Festival bei uns in Coburg statt. Für freuen uns über weit mehr als 350.000 Besucher, 100 Samba-Gruppen und 3000 Sambista. Menschen aus aller Welt kommen zu uns, um friedlich, fröhlich und farbenfroh zu feiern.“ Im Weiteren hob er das soziale Engagement der Veranstalter, beispielsweise durch die Unterstützung verschiedener Kinderprojekte hervor. Der neu ins Leben gerufene Förderpreis „Humano“ rundet nun das Portfolio ab.

 

„Dieser Preis ist eine ganz große Ehre für Brasilien“, erklärte die brasilianische Botschafterin Maria Luiza Ribeiro Viotti stolz, bevor sie sich ins Goldene Buch der Stadt Coburg eintrug. „Das hat erst zwei Mal das Ratshaus verlassen – beide Male beim Samba“, verriet Fernanda Brandao, die die Preisverleihung im Kongresshaus sehr charmant und emotional moderierte. Als die rhythmischen Samba-Reggae-Klänge der geehrten Gruppe erklangen, konnte sie einfach nicht mehr still stehen.

 

Olodum

Apropos Olodum: Den meisten ist die Gruppe wohl schon von ihren Auftritten bei den vergangenen Samba-Festivals bekannt oder durch ihre Zusammenarbeit mit internationalen Musiklegenden – etwa Michael Jackson. Mit ihm nahmen sie „They don't care about us“ aufgenommen. „Im Video zu diesem Song sieht man einen Platz, wo früher ein Sklavenmarkt stattfand. Heute zählt er zum Unesco Weltkultur-Erbe“, erinnerte die gebürtige Brasilianerin Fernando Brandao.

 

Doch von ihren außergewöhnlichen sozialen Engagement wissen (noch) nicht so viele und verdeutlicht ihren politischen Anspruch. „Eines unserer ersten Anliegen war es, die Kinder von der Straße zu holen und in kulturelle Aktivitäten einzubinden, die zur Ausbildung eines schwarzen, eines politischen Bewusstseins betragen können“, berichtete Joao Jorge, Präsident der Grupo Cultural Odolum. Die Kinder lernen in der Escola Criativa das ganze Jahr über trommeln, tanzen, singen oder spielen Theater und stellen Masken her. „So lernen sie jene schwarze Geschichte Brasiliens kennen, die nicht in den brasilianischen Geschichtsbüchern steht“, meinte Fernanda Brandao.

 

Viele prominente Gäste

Der Veranstaltung wohnten neben zahlreichen interessierten Gäste auch weitere hochrangige Politiker (Alt-OB Norbert Kastner, Landrat Michael Busch), der Sprecher der Deutsch-Brasilianischen Freundschaft, lokale Unternehmer, Sara Nuru (Germany's Netx Top Model Gewinnerin 2009 und Botschafterin von Menschen für Menschen) und die Veranstalter Christoph Pilarzyk und Rolf Beyersdorf bei.