Würzburg
Basketball

Würzburg fliegt aus dem EuroCup

Die s.oliver Baskets Würzburg verlieren im EuroCup gegen Banvit Bandirma mit 62:81. Die türkische Spitzenmannschaft erwies sich als eine Nummer zu groß für die Unterfranken.
Es hat nicht gereicht: Würzburg scheidet im Eurocup gegen Bandirma aus, im Bild Alex King gegen Chuck Davis. Foto: Tobias Köpplinger
Es hat nicht gereicht: Würzburg scheidet im Eurocup gegen Bandirma aus, im Bild Alex King gegen Chuck Davis. Foto: Tobias Köpplinger
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Die guten Nachrichten gab es alle vor dem Spiel: Alex King hat verlängert. Der 27-Jährige bleibt bis 2016 in Würzburg. Und Courtney Pigram darf spielen. Der ebenfalls 27-Jährige ist erst seit zwei Tagen in Würzburg und soll den am Blinddarm operierten John Little ersetzen. Aber das war es dann mit den frohen Kunden. Es folgten ein 0:15-Rückstand der Baskets, fünf Minuten ohne Punkt und eine Trefferquote, die über das gesamte Spiel schwach war.

"Wir haben das Spiel in der Anfangsphase verloren, als Bandirma gleich klargestellt hat, dass sie unbedingt gewinnen und weiterkommen wollten", sagte Würzburgs Trainer Marcel Schröder nach dem Spiel.

Für die Mannschaft aus der Türkei ging es um alles: Wer das Spiel in Würzburg gewinnt, ist weiter. Genau so spielten die Gäste. Trafen. Immer. Von überall. "Dadurch war gleich das Riesenloch da, dem wir bis zum Schluss erfolglos hinterher gelaufen sind.", sagte Schröder. Erst nach einem Zuspiel von Courtney Pigram auf Oli Clay kamen die Würzburger zu ihren ersten Punkten. Pigram und Lamont McIntosh trafen per Dreier, 27:16 stand es nach dem ersten Viertel.

Würzburg spielte jetzt mit, die Trefferquote blieb aber mies, nur jeder dritte Wurf saß.

Ganz anders die Türken. Die forcierten das Tempo, setzten sich ab, weil Chuck Davis die Würzburger Hintermannschaft fast alleine zerlegte. 15 Punkte warf Davis bis zur Pause, Bandirma lag mit 45:26 vorne. Vorentscheidung.
Trotzdem kämpften die Würzburger weiter: "Wir haben im dritten Viertel den Druck erhöht, aber sie haben sich schnell darauf eingestellt, den Ball gut bewegt und ihre offenen Schüsse hochprozentig getroffen", sagte Marcel Schröder. Würzburg kämpfte jetzt. Jason Boone warf sich einem Ball hinterher. Maurice Stuckey ging zum Korb, traf, trotz Foul. Alex King hatte die Augen weit aufgerissen, klopfte Stuckey mit der Hand auf die Brust.

Ging da noch was? Es ging nichts. Weil Bandirma nicht locker ließ und weiter traf.

Als Oli Clay zum 55:66 traf zum Beispiel. Würzburg war wieder dran, doch der Dreierversuch von Lamont McIntosh klatschte auf den Ring und auf der Gegenseite traf Keith Simmons. Ebenfalls per Dreier.
"Wir haben nie versucht Kräfte zu sparen, sondern wollten jedes Spiel gewinnen, egal wie stark der Gegner war", sagte Marcel Schröder nach dem Spiel. Gereicht hat es nicht. Jetzt steht am Wochenende Bonn in der Bundesliga an. Vielleicht nicht ganz so interessant wie die europäische Konkurrenz, für die Würzburger aber doppelt so wichtig.