Lichtenfels
Ringer-Bundesliga

Wiedergutmachung gegen Aue

Die Lichtenfelser Bundesliga-Ringer wollen am Samstag die Scharte der Niederlage in Eisleben im Heimkampf gegen den FC Erzgebirge Aue auswetzen. Gegen den Aufsteiger gilt nur ein Sieg.
"Ein Ausrutscher ist genug, jetzt soll es wieder aufwärts gehen!" Das meint offenbar ACL-Trainer Ali Hadidi (am Boden). Mit Mannschaftsführer Jürgen Lieb (dahinter) hofft Hadidi, dass sich seine Mannen gegen den FC Erzgebirge Aue am Samstag wieder richtig reinknien werden. Foto: Christian Voll
"Ein Ausrutscher ist genug, jetzt soll es wieder aufwärts gehen!" Das meint offenbar ACL-Trainer Ali Hadidi (am Boden). Mit Mannschaftsführer Jürgen Lieb (dahinter) hofft Hadidi, dass sich seine Mannen gegen den FC Erzgebirge Aue am Samstag wieder richtig reinknien werden. Foto: Christian Voll
"Jetzt erst recht" muss das Motto der Lichtenfelser Ringer am morgigen Samstag in der ACL-Halle lauten, wenn mit dem FC Erzgebirge Aue ab 19.15 Uhr ein weiterer Aufsteiger die Mannen um Trainer Ali Hadidi herausfordert. Nach der überraschenden und zugleich enttäuschenden Niederlage vor Wochenfrist beim Tabellenschlusslicht KAV Mansfelder Land sind die Lichtenfelser allerdings gewarnt. "Wir wurden kalt erwischt, aber wir dürfen jetzt die Köpfe nicht hängen lassen und müssen nach vorne blicken", lautet die Devise direkt nach dem Kampf in der Glück-Auf-Arena in Eisleben. "Diesen rabenschwarzen Tag müssen wir so schnell wie möglich vergessen", sagt Mannschaftsführer Jürgen Lieb.

Platz vier weiterhin das Ziel

Im Kampf um Platz 4, der die Qualifikation fürs Viertelfinale bedeutet, hat man durch diese Niederlage einen Dämpfer einstecken müssen.
Trotzdem kann man das gesteckte Ziel noch aus eigener Kraft schaffen. Denn man kämpft gegen den wohl härtesten Konkurrenten, den Luckenwalder SC, noch zweimal. Bevor es aber am Freitag, 1. November, in Luckenwalde zur Sache geht, sollte man die "Pflichtaufgabe" gegen den FC Erzgebirge Aue lösen.

"80 Prozent reichten nicht."

"Wir müssen jeden einzelnen Kampf mit 100 Prozent Einsatz und Leidenschaft angehen. In der Bundesliga reichen eben keine 80 Prozent, wie man bei einigen wenigen Ringern am vergangenen Wochenende feststellen musste. Wir haben uns ein blaues Auge eingefangen, aber wir wissen auch, was unser Team leisten kann. Bange machen gilt nicht. Unser Ziel werden wir weiterhin verfolgen", fordert GmbH-Geschäftsführer Uwe Hetzel.
Von der Papierform und mit dem Heimvorteil im Rücken besitzt der AC Lichtenfels die größeren Chancen auf den Sieg. Es wäre unangebracht, wegen eines Ausrutschers die sportlichen Leistungen der Ringer vom Obermain in Frage zu stellen. Nach sechs absolvierten Kämpfen wissen die ACL-Verantwortlichen, dass einige Athleten in dieser Saison über sich hinauswachsen. Allesamt sollten ehrgeizig und motiviert genug sein, diese Scharte auszuwetzen.

Aue zum vierten Mal im Oberhaus

Zum vierten Mal nach 2000, 2002 und 2006 haben die Erzgebirgler den Aufstieg in die Erste Liga gefeiert und gehen somit wieder auf Punktejagd in der obersten Klasse. Mit fünf Punkten Vorsprung vor dem KAV Mansfelder Land sicherten sich die Sachsen die Meisterschaft in der 2. Liga Nord. Das Team des jungen Trainers Björn Schöniger hat eine gute Mischung aus routinierten Kräften und talentierten Nachwuchsringern aus der eigenen Jugend. Neu bei Aue sind der ungarische EM-Teilnehmer David Borsos (60 kg, greco) sowie seine Landsmänner Sandor Tözser (74 kg, Freistil) und Tibor Fekete (74 kg, gr.). Eine Verstärkung ist der mehrfache deutsche Meister Marcus Thätner, der vom RSV Hansa 90 Frankfurt/Oder ins Erzgebirge wechselte und dort in der Klasse bis 74 kg griechisch-römisch antritt. Bewährte Kräfte wie der 35-jährige Pierre Vierling und der Mannschaftskapitän Nico Schmidt stehen weiterhin zur Verfügung. Und noch einen Trumpf im Ärmel hat Trainer Schöniger mit dem 30-jährigen Slowaken Attila Batky, der im letzten Jahr alle seine Kämpfe für sich entschieden hat, jedoch in dieser Saison noch nicht eingesetzt wurde.

Party nach dem Kampf

Nach dem Kampf wird es wieder die gewohnte "After-Fight-Party" in der ACL-Sportsbar geben. Dieses Mal wird DJ Tschordan die Bar ordentlich einheizen.

"Zweite" gegen Hallbergmoos

Im Vorkampf um 17.30 Uhr treten die "Jungen Wilden" gegen den Bayernliga-Tabellenführer SV Siegfried Hallbergmoos an. Nach dem Rückzug der Münchner Vorstädter aus der Bundesliga dominiert die junge Mannschaft um Trainer und Vorstand Michael Prill die Bayernliga nach Belieben.
Nicht überraschend ist deshalb die Tatsache, dass die Athleten vom SV als Favorit in die Begegnung gehen werden. Nichtsdestotrotz möchten die Jungs von ACL-Mannschaftsführer Roland Hopf den Titelaspiranten Paroli bieten und den einen oder anderen Kampf für sich entscheiden.

Jugend in Oberölsbach

Nach der erfolgreichen Revanche gegen den TSV Weißenburg, den die ACL-Jungs deutlich mit 26:11 bezwungen haben, geht es am morgigen Samstag zum Tabellenletzten der Bezirksoberliga Ofr./Mfr., den SC Oberölsbach. Hier möchten die Jungs einen weiteren Sieg feiern. hsch