Bamberg
Basketball-Euroleague

Rebound entscheidet

Vor allem die Center der Brose Baskets sind gegen die Riesen von ZSKA Moskau gefordert. Personalprobleme plagen die Bamberger im Spielaufbau.
Sharrod Ford, Bambergs bester Center, angelt sich den Ball vor Andrey Vorontsevich (r.). Foto: sportpress
Sharrod Ford, Bambergs bester Center, angelt sich den Ball vor Andrey Vorontsevich (r.). Foto: sportpress
Nach der unglücklichen 73:76-Niederlage letzte Woche in Madrid durch einen Dreier mit der Schlusssirene und der bitteren 71:85-Pleite bei den Münchner Bayern am Sonntag, versuchen die Brose Baskets heute (20.45 Uhr) in der Euro-league in die Erfolgsspur zurückzufinden. Dabei gilt es aber mit ZSKA Moskau ein europäisches Schwergewicht aus dem Weg zu räumen. Der Armeesportklub, gegen den es in dieser Saison bereits drei Niederlagen gab, steht mit 6:3 Siegen auf dem dritten Platz der Gruppe E und muss in Bamberg unbedingt gewinnen, wenn er seinen hohen Ansprüchen auch in dieser Saison gerecht werden will.

Auch Moskau zuletzt gestrauchelt

Allerdings musste auch das Starensemble von Trainer-Legende Ettore Messina zuletzt Rückschläge hinnehmen. Nach einem guten Start mit vier Siegen in Folge in die Top 16 kassierte ZSKA in den letzten fünf Partien drei Niederlagen.
Und auch in der VTB (Top-Liga der ehemaligen Sowjet-Republiken) setzte es am Wochenende bei Nizhny Novgorod eine überraschende 68:70-Pleite. Der Rückstand auf Tabellenführer Zalgiris Kaunas wuchs dadurch auf vier Punkte an. Mit Viktor Khryapa und Milos Teodosic fehlten zwei Eckpfeiler im ZSKA-Team wegen Verletzung. Die Center Nenad Krstic, Sasha Kaun (je 16 Punkte) sowie Scharfschütze Sonny Weems (14) sprangen zwar in die Bresche, doch letztlich scheiterte ZSKA an seiner schwachen Trefferquote aus der Distanz (2 von 20).
"Gegen Moskau haben wir die Spiele dreimal sehr knapp gestaltet und hatten immer eine Sieg-Chance. Moskau ist natürlich eine sehr gute Mannschaft. Für mich war ihre Stärke unter den Körben immer spielentscheidend. Um dieses Mal zu gewinnen, müssen wir das neutralisieren. Unsere Großen müssen mit Energie und Härte spielen, um die Moskauer weg vom Brett zu halten", setzt Bambergs Trainer Chris Fleming darauf, dass seine Jungs diesmal besser rebounden als das in den ersten drei Partien gegen ZSKA und auch am Sonntag in München der Fall war.

Fleming plagen aber vor der zehnten Top-16-Partie erneut personelle Probleme. Während mit Sharrod Ford, Maik Zirbes, Philipp Neumann, A.J. Ogilvy, Jeremiah Massey und Bostjan Nachbar ausreichend Spieler auf den großen Positionen zur Verfügung stehen, mangelt es Fleming an Aufbauspielern. Neben dem am Knie verletzten John Goldsberry fehlt auch Neuzugang Alex Renfroe, der in der Euroleague nach seinem späten Wechsel nicht einsatzberechtigt ist. Außerdem plagt sich der talentierte Daniel Schmidt weiter mit einem Magen-Darm-Virus herum. Deshalb werden Anton Gavel, Matt Walsh und Karsten Tadda die Hauptlast in der Spielorganisation tragen müssen, was ihnen zuletzt in Madrid ganz gut gelang. Und gelingt Boki Nachbar ein ähnlicher Auftritt wie in Moskau (35 Punkte), ist eine Außenseiterchance drin.

Brose Baskets - ZSKA Moskau
(Mittwoch, 20.45 Uhr, Stechert Arena, kostenpflichtiger Livestream bei sport1.de oder bei Sport1+)

Bamberg Gavel, Jacobsen, Massey, Nachbar, Neumann, Ogilvy, Schmidt (?), Tadda, Walsh, Zirbes

Moskau Erceg, Jackson, Kaun, Krstic, Micov, Papaloukas, Ponkrashov, Sokolov, Teodosic (?), Voronov, Vorontsevich, Zozulin

Vorspiel Bereits um 17 Uhr stehen sich die JBBL-Teams aus Breitengüßbach und Nördlingen gegenüber

Ferner spielen in Guppe E
Alba Berlin - Anadolu Efes Istanbul (Mittwoch), Zalgiris Kaunas - Real Madrid (Donnerstag), Unicaja Malaga - Panathinaikos Athen (Freitag)

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