Freiburg im Breisgau
Ausschreitungen

Nach Fan-Schlägerei: Club weist einige Vorwürfe von sich

Nach einer Schlägerei zwischen Anhängern der Fußball-Bundesligisten SC Freiburg und 1. FC Nürnberg weisen die Franken einige schwere Anschuldigungen von sich.
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Dem 1. FC Nürnberg droht ein Teilausschluss seiner Anhänger, sollten diese in den kommenden elf Monaten noch einmal auffällig werden. Außerdem muss der Club 30.000 Euro Strafe zahlen. Symbolbild: Archiv
Dem 1. FC Nürnberg droht ein Teilausschluss seiner Anhänger, sollten diese in den kommenden elf Monaten noch einmal auffällig werden. Außerdem muss der Club 30.000 Euro Strafe zahlen. Symbolbild: Archiv
Vorwürfe, die Nürnberger Fans hätten mit Nägeln und Schrauben präparierte Flaschen mitgebracht, seien nach derzeitigem Ermittlungsstand "nicht zutreffend", hieß es am Dienstag auf der Internetseite des Clubs.

"Es geht nicht darum, Einzelne in Schutz zu nehmen oder gewalttätiges Verhalten seitens Nürnberger Anhänger zu beschönigen", sagte Sportvorstand Martin Bader dazu. "Es entspricht unserem Leitbild und Selbstverständnis, dass wir jegliche Angriffe auf Fans rivalisierender Vereine oder womöglich Unbeteiligte missbilligen."

Nach Polizeiangaben hatten Nürnberger Anhänger am Samstagnachmittag kurz vor dem Spiel beider Clubs Weisungen der Beamten ignoriert und waren mit mehreren Bussen in Richtung Fanprojekt am Freiburger Stadion gefahren. Bis zu 160 Menschen hätten anschließend aufeinander eingeprügelt. Die Polizei berichtete, dass manche Nürnberger mit Nägeln und Schrauben gefüllte Flaschen auf die Freiburger schleuderten.

Für die noch anstehenden Bundesligaspiele kündigte der Club einen engeren Austausch mit den jeweiligen Vereinen und der Polizei bezüglich der Planung von An- und Abreise an. Zudem werde der Verein "im Sinne einer differenzierten Aufarbeitung mit der beteiligten Fan-Gruppierung ein direktes Gespräch aufnehmen", kündigte Bader an.

Der SC Freiburg wies am Dienstagabend darauf hin, dass die Polizei die Ermittlungen führe und nicht der 1. FC Nürnberg. Zudem kündigten die Breisgauer eine Erklärung für diesen Mittwoch an. dpa/ak
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