Bamberg
Basketball-Bundesliga

Meister Bamberg unterliegt dem Vizemeister aus Oldenburg

Die Brose Baskets müssen sich in einem hitzigen Spiel den Oldenburgern mit 75:82 geschlagen geben.
Mit viel Energie ging Elias Harris (mit Ball) nicht nur in dieser Szene gegen Robin Smeulders und Adam Chubb (r.) zu Werke. Fotos: sportpress
Mit viel Energie ging Elias Harris (mit Ball) nicht nur in dieser Szene gegen Robin Smeulders und Adam Chubb (r.) zu Werke. Fotos: sportpress
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Die Brose Baskets kassierten gestern Abend die zweite Heimniederlage der Saison. Gegen den letztjährigen Final-Konkurrenten aus Oldenburg unterlag der deutsche Meister am Freitagabend mit 75:82 (34:37). Nach dieser Pleite müssen die Bamberger sogar noch um den zweiten Platz bangen, denn Alba Berlin gewann in Trier.

Schon vor dem Spiel herrschte beste Stimmung in der Brose Arena, denn Bambergs ehemaliger Publikumsliebling Peja Suput war gekommen, um seinem alten Kumpel Ivan Pavic zum Aufstieg mit Baunach in die ProA zu gratulieren. Noch vor dem Sprungball begrüßten Coach Chris Fleming, Kapitän Casey Jacobsen und Anton Gavel unter tosendem Applaus der Fans den einstigen Star.

Die beiden Teams gingen von der ersten Sekunde an mit viel Energie zu Werke. Bei den Bambergern machte sich das Fehlen von Jared Jordan (Außenbandanriss im Sprunggelenk) bemerkbar. Insgesamt leisteten sich die Hausherren neun Ballverluste in den ersten 20 Minuten. Aber die Brose Baskets machten dieses Manko mit guter Verteidigung und diesmal hervorragender Reboundarbeit (22:14 in der ersten Halbzeit) wett. So entwickelte sich ein heiß umkämpftes Duell, in dem sich keine Mannschaft mit mehr als vier Punkten absetzen konnte. Weil Rickey Paulding mit der Sirene seinen dritten Dreier versenkte und die Schiedsrichter sehr zum Unmut der Fans die Härte der Oldenburger nicht ahndeten, gingen die Gäste mit einem 37:34-Vorsprung in die Kabine.

Schiedsrichter in der Kritik

Nach dem Seitenwechsel holten Anton Gavel und D'or Fischer zwar die Führung zurück, doch Paulding war nicht zu stoppen und versenkte Dreier Nr. 5 zum 49:43. Mit starker Defensive und hoher Treffsicherheit von der Dreierlinie machten die Oldenburger (52:43) deutlich, dass sie auch in dieser Saison ein Kandidat für den Titel sind.
Die Hausherren gingen mit einer Sechs-Punkte-Hypothek in den Schlussabschnitt. Jetzt zeigte Gavel sein Kämpferherz, kassierte aber auch sein viertes Foul. Schieber-Rufe hallten durch die Arena. Die Emotionen kochten hoch - denn die Bamberger fühlten sich zurecht verschaukelt. Zwei Minuten vor dem Ende waren die Hausherren wieder bis auf 71:74 dran. Doch die Dreier von Jamar Smith und Rakim Sanders fielen nicht. Am Ende entschied die bessere Dreier-Quote und das Verhältnis von 15:6 Ballverlusten für die Gäste.

Am Sonntag in Weißenfels

Vor einer nicht zu unterschätzenden Hürde stehen die Brose Baskets am Sonntag (15 Uhr) beim Mitteldeutschen BC. Auch wenn die Weißenfelser wohl keine Chance mehr haben, die Ludwigsburger vom letzten Play-off-Platz zu verdrängen, werden sie beim letzten Auftritt im heimischen Wolfsbau sicher nichts unversucht lassen, den deutschen Meister zu ärgern. Die Tatsache, dass Silvano Poropat zum Trainer des Jahres gekürt wurde, unterstreicht, dass der MBC zu den Überraschungsteams dieser Saison zählt. Außerdem bieten die Weißenfelser mit Angelo Caloiaro (14,5 Punkte, 7,0 Rebounds, 2,3 Assists) auf der Power-Forward-Position den effektivsten Akteur der ganzen Liga auf.

Die Statistik

Brose Baskets Bamberg - EWE Oldenburg 75:82
(16:16, 18:19, 18:21, 23:24 )
Bamberg Gavel (15 Punkte/1 Dreier), Smith (12/2), Harris (11), Fischer (11), Sanders (8), Ford (6), Goldsberry (5/1), Jacobsen (3), Zirbes (2), Tadda (2)
Oldenburg Paulding (20/5), Chubb (11), Kramer (11), Smeulders (10/1), Jenkins (10/2), Aleksandrov (9/1), Neumann (5), Wysocki (4), Joyce (2)
SR Schmidt, Neubecker, Hack
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 48 Prozent ( 28 Treffer/58 Versuche), Oldenburg 43 (27/63)
Dreierquote Bamberg 20 Prozent (4/20), Oldenburg 43 (9/21)
Freiwurfquote Bamberg 68 Prozent (15/22), Oldenburg 70 (19/27)
Rebounds Bbg. 38 (26 defensiv/12 offensiv), Oldenburg 32 (22/10)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 4/15, Oldenburg 5/6
Assists Bamberg 20/ Oldenburg 21
Fouls Bamberg 23 / Oldenburg 23