Trier
Basketball-Bundesliga

Klarer Sieg für die Brose Baskets Bamberg in Trier

Die Brose Baskets setzen sich aufgrund einer starken Offensivleistung mit 96:84 durch und feiern den zehnten Bundesliga-Sieg in Serie.
Brose-Center Maik Zirbes (l.) setzt sich gegen Andreas Seiferth und Brian Harper (r.) durch. Der Ex-Trierer wurde an alter Wirkungsstätte von den Zuschauern freundlich empfangen und erzielte 10 Punkte. Foto: Tittel
Brose-Center Maik Zirbes (l.) setzt sich gegen Andreas Seiferth und Brian Harper (r.) durch. Der Ex-Trierer wurde an alter Wirkungsstätte von den Zuschauern freundlich empfangen und erzielte 10 Punkte. Foto: Tittel
Drei Tage nach der bitteren Heimniederlage in der Basketball-Euroleague gegen Zalgiris Kaunas haben sich die Brose Baskets den Frust von der Seele geworfen. Im Bundesliga-Spiel bei der TBB Trier zeigten die Bamberger am Sonntag eine offensiv starke Leistung und einmal mehr, dass sie sich nach schmerzhaften Pleiten nicht lange mit Wunden lecken abgeben. Mit dem 96:84 (61:47) feierte der souveräne Spitzenreiter den zehnten Bundesliga-Erfolg in Serie.

31 Punkte erzielten die Bamberger im ersten und 30 im zweiten Viertel. Den Angriffswirbel der Gäste konnten die Trierer oft nur mit Fouls stoppen, doch auch an der Linie waren die Brose Baskets äußert treffsicher. Erst der 21. Freiwurf ging daneben. Aufgrund seiner guten Angriffsleistung lag der deutsche Meister zwar über die gesamte Spielzeit in Führung - kurz nach der Pause betrug der Vorsprung sogar 17 Zähler (61:47) - doch gänzlich abschütteln ließen sich die Trierer nicht. Am Ende hatten es die Bamberger ihrem Kapitän Casey Jacobsen zu verdanken, dass es für sie nicht noch einmal eng wurde. Als sich die nie aufsteckende TBB in der letzten Minute bis auf acht Zähler herangekämpft hatte, versenkte Jacobsen seinen sechsten Dreier - der dritte binnen drei Minuten. "Casey hat heute wirklich den Unterschied gemacht, hat große Würfe getroffen, viele davon genau dann, wenn wir sie brauchten", verteilte der Bamberger Trainer Chris Fleming ein Extra-Lob an seinen Kapitän.


Nachbar stark an der Linie

Während der US-Amerikaner in der Schlussphase der Taktgeber beim deutschen Meister war, drückte Anton Gavel dem Spiel in der ersten Halbzeit, in der er 14 seiner 18 Punkte erzielte, seinen Stempel auf. Mit Jeremiah Massey (bester Rebounder/7), Sharrod Ford, Maik Zirbes und Bostjan Nachbar punkteten vier weitere Bamberger zweistellig, wobei der derzeit vom Wurfglück verlassene Nachbar mit elf getroffenen Freiwürfen bei zwölf Versuchen immerhin an der Linie hochprozentig traf.

"61 Punkte in der ersten Hälfte hätten wir nicht zulassen dürfen, um eine Chance zu haben. 35 in der zweiten waren da deutlich besser", meinte der Trierer Trainer Henrik Rödl, der sich am Ende wenigstens über die verbesserte Verteidigungsarbeit seiner Mannschaft freuen konnte. Beim Sieger war man dagegen mit der Defensivleistung nicht einverstanden. "Wir haben das Pick and Roll nicht aggressiv genug verteidigt und zu viele unnötige Fouls kassiert. Wir müssen die grundlegenden Sachen besser machen, wenn wir unsere Ziele in dieser Saison erreichen wollen", kritisierte Bambergs Assistenz-Trainer Stefan Weissenböck.


Die Statistik

TBB Trier —Brose Baskets 84:96
(23:31, 24:30, 18:11, 19:24)
Trier Bucknor (15 Punkte/2 Dreier), Stewart (14/2), Linhart (11/2), Seiferth (11), Harper (11/1), Chikoko (8), Doreth (6/2), Saibou (5/1), Howell (2), Mönninghoff (1)
Bamberg Jacobsen (23/6), Gavel (18/3), Nachbar (14/1), Massey (13/2), Ford (12/1), Zirbes (10), Tadda (4), Schmidt (2), Golds berry, Neumann
SR Schreiner, Straube, Arik
Zuschauer 4574
Gesamtwurfquote Trier 52 Prozent (32 Treffer/62 Versuche), Bamberg 51 (28/55)
Dreierquote
Trier 53 Prozent (10/19), Bamberg 46 (13/28)
Freiwurfquote Trier 67 Prozent (10/15), Bamberg 84 (27/32)
Rebounds Trier 32 (25 defensiv/7 offensiv), Bamberg 30 (26/4)
Ballgewinne/-verluste Trier 1/13, Bamberg 4/10
Assists Trier 14 / Bamberg 15
Fouls Trier 26 / Bamberg 17