Bamberg
Basketball-Finale

Im Angriff ist noch viel Luft nach oben

Die Bamberger müssen in Oldenburg den Ball schneller bewegen, wenn sie den Sieg klauen wollen.
Boki Nachbar feiert seinen Dreier drei Minuten vor dem Ende. Insgesamt fielen aber nur fünf Distanzwürfe bei 21 Versuchen. Foto: sportpress
Boki Nachbar feiert seinen Dreier drei Minuten vor dem Ende. Insgesamt fielen aber nur fünf Distanzwürfe bei 21 Versuchen. Foto: sportpress
Der Meister führt 1:0, will heute (20.15 Uhr) den zweiten Schritt zur Titelverteidigung machen, aber das wird alles andere als einfach. "Oldenburg will die Serie ausgleichen, deshalb müssen wir viel fokussierter als am Sonntag auftreten, wenn unser Vorhaben, dort einen Sieg zu klauen, in die Tat umgesetzt werden soll. Es wurde so viel über Bayern München gesprochen, aber Oldenburg ist auch eine sehr gute Mannschaft, auch wenn ihr nicht so viel mediale Aufmerksamkeit zu teil wird", warnt Bostjan "Boki" Nachbar vor Spiel 2.
Die weite Reise treten die Bamberger mit den Brose-Fliegern an, die heute Vormittag in Richtung Norden abheben. Nach Spielende geht's dann hoffentlich mit Sieg 2 im Gepäck gleich wieder nach Hause.
Gespielt wird übrigens in der kleinen EWE-Arena, weil in der neuen, 6000 Zuschauer fassenden Halle eine Vieh-Messe stattfindet.
"Auch wenn wir nicht in unserer großen Arena spielen können, besitzen wir den Heimvorteil, und es wird sehr laut werden", kündigte Adam Chubb an. Der EWE-Center, der am Sonntag zwei Sekunden vor dem Ende einen freien Halbdistanzwurf knapp daneben setzte, der den Gästen eine Verlängerung beschert hätte, will heute natürlich die Serie ausgleichen: "In der Defensive haben wir in Spiel 1 einen hervorragenden Job gemacht, Bamberg bei 65 Punkten gehalten, aber selbst nur 63 erzielt. Jetzt müssen wir daheim besser treffen, dann kann uns der Sieg gelingen." Wieder dabei ist beim Gastgeber auch Routinier Rickey Paulding, der am Sonntag gefehlt hat.
"Wir zeigen eine Menge Charakter, in der ersten Runde gegen Hagen, im Halbfinale gegen München und auch im ersten Finale. Darauf können wir stolz sein. Es war kein schönes Spiel, aber ein Sieg ist ein Sieg", blickte Nachbar zurück.
Trainer Chris Fleming ist sich sicher, dass seine Mannschaft heute genauso engagiert verteidigt wie am Sonntag und im Angriff befreiter aufspielt: "Die Jungs haben sich insbesondere in der Offensive zu sehr unter Druck gesetzt. Ich glaube, in Oldenburg zeigen wir eine wesentlich bessere Leistung."
"Ich denke, dass beide Mannschaften am Sonntag sehr müde waren nach diesen langen Halbfinalserien, und ich erwarte am Mittwoch ein ganz anderes Spiel auf viel höherem Niveau auf beiden Seiten", meint Maik Zirbes, der sich am Mittwoch ebenso wie der bärenstarke Philipp Neumann gut in Szene setzte, ein deutlich besseres Spiel.
"Am Mittwoch erwarte ich ein weiteres enges Spiel. Hoffentlich treffen wir dann ein bisschen besser. Auf jeden Fall müssen wir in der Verteidigung mit der gleichen Energie zu Werke gehen", weiß Alex Renfroe. Mit fünf Assists war der Spielmacher bester Passgeber im Team. Heute muss der Ball aber deutlich besser laufen, wenn sich die Bamberger gegen die aggressive Verteidigung mehr freie Würfe erarbeiten wollen. Sollte das 2:0 gelingen, könnten die Brose Baskets bereits am Sonntag (16.05 Uhr) daheim den Sack zu machen - aber bis dahin ist es noch ein sehr, sehr weiter Weg.

Walsh kehrt in die USA zurück

Bamberg bereits verlassen hat der verletzte Matt Walsh. Er wird auf Grund lang anhaltender Beschwerden in den USA an den Mandeln operiert.