Bamberg
Basketball-Euroleague

Heftige Abreibung für die Brose Baskets

Die Bamberger verlieren ihr Euroleague-Spiel bei Real Madrid klar mit 58:98 und zeigen dabei eine enttäuschende Leistung.
Die Real-Spieler Ioannis Bourousis (l.) und Nikola Mirotic (r.) packen beherzt zu und bringen den Bamberger Sharrod Ford aus dem Gleichgewicht. Foto: Alberto Martin/dpa
Die Real-Spieler Ioannis Bourousis (l.) und Nikola Mirotic (r.) packen beherzt zu und bringen den Bamberger Sharrod Ford aus dem Gleichgewicht. Foto: Alberto Martin/dpa
Einen Sieg hätten die Brose Baskets ihrem "Leitwolf" Anton Gavel an dessen 29. Geburtstag am Donnerstag gerne zum Geschenk gemacht, doch dazu wäre ein "Wunder von Madrid" nötig gewesen. Stattdessen erlebten die Bamberger eine Woche nach dem Auftakterfolg in der Basketball-Euroleague gegen Straßburg IG in der spanischen Hauptstadt ihr "blaues Wunder". Sie verloren ihr zweites Gruppenspiel bei den "Königlichen" deutlich mit 58:98 (21:42) und enttäuschten auf ganzer Linie.

Der deutsche Meister zeigte zu großen Respekt vor dem spanischen Titelträger und Euroleague-Finalisten der Vorsaison. Sechs Ballverlusten unterliefen den nervösen Bambergern im ersten Viertel, in dem sie lediglich sieben Punkte erzielten. Nur drei von 15 Würfen fanden ihr Ziel gegen keineswegs übermächtige Spanier.

Trainer Fleming ist sauer

Während die Gastgeber im zweiten Viertel ihren Rhythmus fanden, blieb die Trefferquote bei den Bambergern schwach (24 Prozent). Auch eine lautstarke Ansprache von Brose-Trainer Chris Fleming in einer Auszeit rüttelte sein Team nicht wach. Bis zur Halbzeit führten Sergio Lull (13) und Nicola Mirotic (10) die Hausherren zu einer komfortablen 42:21-Führung. Die beiden auffälligsten Spieler im Starensemble von Real hatten bis dahin schon mehr Punkte erzielt als die gesamte Bamberger Mannschaft, die zwar beim Rebound (22:21) noch dagegen hielt, aber im Angriff zu bieder auftrat.

Auch nach der Pause spielten die Gäste ohne Selbstvertrauen. Lediglich Kapitän Casey Jacobsen und Damir Markota zeigten Kampfgeist, doch das war viel zu wenig, um mit den "Königlichen" mithalten zu können. Real bestrafte die Nachlässigkeiten in Bamberger Spiel und baute seinen Vorsprung auf 31 Punkte aus (57:26, 25. Minute). Das Gästeteam fiel jetzt völlig auseinander. Vier Minuten vor Spielende betrug der Unterschied zwischen beiden Teams dann schon 41 Punkte (83:42). Den "Hunderter" verpassten die Madrilenen am Ende nur, weil sie in der Schlussphase die letzte Konsequenz vermissen ließen. Am Sonntag (19 Uhr) müssen die Brose Baskets im Oberfrankenderby gegen Medi Bayreuth mit viel mehr Leidenschaft auftreten.
Real Madrid:Lull (16 Punkte/2 Dreier), Reyes (13), Mirotic (12/2), Carroll (11/3), Draper (9/1), Rodriguez (8/2), Darden (8), Mejri (8), Fernandez (7/1), Bourousis (4), Diez (2), Slaughter
Brose Baskets: Smith (11/3), Jacobsen (10/2), Markota (9/1), Zirbes (6), Tadda (5/1), Ford (4), Goldsberry (3/1), Sanders (3/1), Schmidt (2), Gavel (2), Neumann (2), Wright (1)

Hier können Sie die Leistung der Brose Baskets bewerten: Zur Spielerbewertung.