Frankfurt am Main
Fußball-Bundesliga

Fürth erkämpft sich einen Punkt

Der Aufsteiger lässt sich von einem frühen Rückstand in Frankfurt nicht schocken. Zoltan Stieber erzielt den Treffer zum verdienten 1:1-Ausgleich.
Der Frankfurter Sebastian Jung (r.) trennt den Fürther Gerald Asamoah vom Ball.  Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Der Frankfurter Sebastian Jung (r.) trennt den Fürther Gerald Asamoah vom Ball. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Auch ein Turbostart nach 24 Sekunden hat Eintracht Frankfurt nichts genutzt: Der Tabellendritte kam am Freitagabend im Aufsteigerduell mit der SpVgg Greuther Fürth nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus und ist damit zum ersten Mal in dieser bislang so erfolgreichen Saison ein wenig ins Straucheln geraten. Alexander Meier erzielte vor 47 400 Zuschauern mit dem schnellsten Tor dieser Bundesliga-Saison die frühe Eintracht-Führung. Zoltan Stieber (53. Minute) besorgte mit einem schönen Lupfer das dritte Unentschieden nacheinander für die Fürther, die zumindest für eine Nacht am FC Augsburg vorbei auf den 17. Platz kletterten.
Aus einer kompakten Defensive wollte Fürths Trainer Mike Büskens das Spiel beginnen - der Plan scheiterte schon nach wenigen Augenblicken. Einen Schuss des rechtzeitig fit gewordenen Sebastian Rode klatschte Gäste-Torwart Max Grün nach vorne ab, per Drehschuss erzielte Meier aus 13 Metern sein siebtes Saisontor. Die Bestmarke für den schnellsten Treffer hielt in dieser Spielzeit bislang der Stuttgarter Vedad Ibisevic mit ebenfalls 24 Sekunden.
Trotz des jähen Rückschlags zeigte sich Fürth keinesfalls geschockt. Mit dem Selbstvertrauen aus dem ersten Heimzähler beim 1:1 gegen Werder Bremen störten die Franken früh, setzten das Heimteam aggressiv unter Druck und hätten beinahe von eklatanten Aussetzern der Eintracht profitiert. Nach einem Fehlpass von Sebastian Jung war Gerald Asamoah allerdings im Laufduell mit Frankfurts Keeper Kevin Trapp zunächst einen Schritt zu langsam (23.). Vier Minuten später legte Takashi Inui den Ball in den Lauf von Asamoah, doch erneut blieb Trapp nervenstark und parierte den Versuch des früheren Nationalstürmers. Im spielerisch schwächsten Auftritt dieser Saison unterliefen den Frankfurter zahlreiche Fehlpässe.
Auch nach der Pause blieben die Franken das gefährlichere Team - und nutzten die erste Konterchance eiskalt. Edgar Prib schickte Stieber mit einem Steilpass, der völlig alleingelassene Ungar überwand Trapp mit einem tollen Lupfer von der Strafraumgrenze. Nach dem verdienten Ausgleich drängte Fürth sogar auf den zweiten Auswärtssieg. Zunächst scheiterte Asamoah wieder an Trapp (58.).

Eintracht Frankfurt: Trapp - Jung, Anderson, Demidov, Oczipka - Schwegler, Rode (84. Celozzi) - Aigner (76. Köhler), Meier, Inui (57. Matmour) - Occean / SpVgg Greuther Fürth: Grün - Nehrig, Kleine, Mavraj, Schmidtgal - Sararer (90.+2 Mikkelsen), Pekovic, Fürstner, Stieber - Prib - Asamoah (89. Edu) / SR: Schmidt (Stuttgart) / Zuschauer: 47 400 / Tore: 1:0 Meier (1.), 1:1 Stieber (53.) / Gelbe Karten: Jung (2), Schwegler (4) - Asamoah (1), Fürstner (4) / Beste Spieler: Trapp, Rode - Mavraj, Stieber