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Basketball

Für die Brose Baskets zählt gegen Dünkirchen nur ein Sieg

Auf dem Weg ins Achtelfinale des Eurocups müssen sich die Brose Baskets gegen Dünkirchen durchsetzen. Trainer Fleming sieht bei seinen jungen Spielern deutliche Fortschritte.
Rakim Sanders hebt ab. Foto: Daniel Löb
Rakim Sanders hebt ab. Foto: Daniel Löb
Nach den zwei Pleiten gegen Ankara zählt für die Brose Baskets im Eurocup am Mittwoch (20 Uhr/TVO live) nur ein Sieg gegen das Schlusslicht der Gruppe J, BCM Gravelines Dünkirchen (1:3 Siege), wenn sie zumindest den zweiten Platz und damit das Achtelfinale erreichen wollen. Ankara (3:1 Siege) kann sich mit einem Heimsieg gegen Sassari (2:2) bereits vorzeitig für die Runde der besten 16 qualifizieren. Im Falle eines Erfolgs der Türken könnten sich die Bamberger (2:2) - einen Sieg gegen Dünkirchen vorausgesetzt - am letzten Spieltag sogar einen Niederlage mit zehn Punkten Differenz auf Sardinien erlauben und hätten auf Grund des besseren Vergleichs immer noch die Nase gegenüber den Italienern vorn.

Auf Rechenspiele wollen sich die Bamberger aber nicht einlassen. Sie peilen zwei Siege an und wollen heute den ersten einfahren. "Wir müssen das Spiel gewinnen, das steht außer Frage.
Wir haben sehr gut gespielt in Gravelines, gegen eine schwer auszurechnende Truppe, und gehen sehr selbstbewusst in die Partie", betont Chris Fleming. Der Trainer weiß aber trotz des 86:67-Erfolges in Dünkirchen, dass der Tabellenzwölfte der französischen Liga an einem guten Tag jeden schlagen kann.

"Gravelines ist eine Mannschaft, die mehrere gefährliche Spieler in ihren Reihen hat - alle können, jeder darf. Das ist eine gefährliche Mischung. Sie haben Sassari auf Sardinien geschlagen. Die Leistung der Mannschaft geht rauf und runter auch in der französischen Liga. Sie haben ein paar Waffen, die definitiv weh tun", so Fleming. Am Wochenende gab's für das Team von Trainer Christian Monschau eine 66:83-Niederlage beim Tabellendritten in Dijon.

Gefährlichster Schütze der Franzosen im Eurocup ist der 1,96-Meter große Steven Gray mit im Schnitt 20 Punkten in der Runde der letzten 32. Aber auch Marcus Lewis (14) und John Holland (11) kommen auf zweistellige Werte. Auch Yakhouba Diawara (9,8), der zuletzt bei der hauchdünnen 94:95-Niederlage gegen Sassari mit 27 Punkten auftrumpfte, muss in die Schranken gewiesen werden.

"Der Nachgeschmack von den letzten beiden Eurocup-Auftritten ist nicht gut. Aber wir haben an uns gearbeitet. Die Stimmung ist sicherlich eine andere. In der Bundesliga sind wir Tabellenzweiter - einige Leute vergessen das. Im Eurocup ist unser Weg offen. Wir müssen uns das Weiterkommen jetzt mit zwei Siegen verdienen", hofft Fleming, dass seinen Jungs ein weiterer Schritt in ihrem Reifeprozess gelingt.

Beim 78:74-Zittersieg am Samstag gegen Bremerhaven sah der Brose-Coach in manchen Bereichen Fortschritte: "Wir hatten beispielsweise nur sechs Ballverluste. Und gerade die Jungen, wie Harris und Sanders, spielen erheblich besser. Das sind für mich gute Zeichen."