"Ich bin super happy mit meinem Rennen. Damit hätte ich selbst nicht gerechnet", freute sich Dreitz, "dabei wollte ich das Rennen eigentlich nur machen, um vor der WM in Las Vegas schon mal die amerikanische Rennkultur kennenlernen". Für die 70.3-WM am 8. September in Las Vegas hatte sich der Oberfranke eine Woche zuvor mit Rang 7 bei der Europameisterschaft in Wiesbaden qualifiziert.

Teure Hotelsin wunderschöner Landschaft

Im laut Dreitz "wunderschönen Nordosten der USA, mit abartig teuren Hotels" zeigte der Michelauer wie immer auf dem Rad seine Topleistung. Der spätere Sieger Andy Potts (USA) stieg nach 22:21 Min. als Führender nach 1,9 km Schwimmen aus dem Winnipesaukee-See. Der Amerikaner Leon Griffin kam zwei Minuten hinter Potts aus dem Wasser, Dreitz als Vierter weitere elf Sekunden dahinter.


Überragende Radzeit in Asphalt gebrannt

"Auf dem Rad schaute ich dann mal, was die Beine nach Wiesbaden und mit Jetlag noch hergeben. Und es ging richtig flott", sagte Dreitz einen Tag nach dem Rennen unserer Zeitung. Der Oberfranke übernahm das Kommando und brannte mit 2:06:59 Std. für die 90 km die schnellste Zeit in den Asphalt. Damit nahm er Potts fast vier Minuten ab und wechselte mit einem Vorsprung von 1:33 Min. auf den späteren Sieger auf die Laufstrecke. Griffins Rückstand auf Dreitz betrug 4:06 Min.

Wiesbaden noch in den Beinen

"Beim Laufen merkte ich noch das Rennen von Wiesbaden. Ich musste zunächst Potts und am Ende auch Griffin vorbeiziehen lassen", berichtete Dreitz. Potts überholte Dreitz noch vor der Sechs-Meilen-Marke. Griffin lag zur Hälfte noch 2:22 Min. hinter Dreitz, blies jedoch zur Attacke, überholte den Deutschen schließlich mit der Laufbestzeit von 1:16:28 Std. und sicherte sich mit einem Vorsprung von 1:44 Min. auf Dreitz Rang 2. Potts gewann nach 3:53:23 Std. mit eineinhalb Minuten Vorsprung.

"Mit den ausgehandelten Prämien seiner Sponsoren kann ich wenigstens meine Hotel-Rechnung bezahlen", scherzte Dreitz nach seinem erfolgreichen Einstand in den USA.