Nürnberg
Fußball-Bundesliga

Der Club will gleich Vollgas geben

Die sieglose Hinrunde ist für den 1. FC Nürnberg Geschichte. Zum Rückrundenstart gegen Hoffenheim soll am Samstag der erste Dreier her.
Javier Pinola nutzte die Freizeit im Trainingslager in Spanien zu einer Kart-Fahrt. Der Argentinier muss heute wieder als Innenverteidiger aushelfen. Foto: imago
Javier Pinola nutzte die Freizeit im Trainingslager in Spanien zu einer Kart-Fahrt. Der Argentinier muss heute wieder als Innenverteidiger aushelfen. Foto: imago
Alleiniger Rekordabsteiger oder rekordverdächtige Aufholjagd? In 17 Spielen bietet sich dem 1. FC Nürnberg die Möglichkeit, dem drohenden achten Abstieg aus der Fußball-Bundesliga noch zu entgehen. Doch dazu müssen endlich Siege her. "Wenn wir es am Ende schaffen, trotz des Negativrekords in der Klasse zu bleiben, hätten wir auch wieder einen Rekord", erklärte Club-Vorstand Martin Bader mit Blick auf die Vorrunde ohne Sieg.

Zum Rückrunden-Auftakt gegen 1899 Hoffenheim soll heute (15.30 Uhr) im eigenen Stadion der Knoten endlich platzen. Gegen die "Schießbude der Liga" - die Kraichgauer kassierten zusammen mit dem HSV bislang die meisten Treffer (je 38) - hoffen die Nürnberger, dass sich die von Trainer Gertjan Verbeek verordnete offensive Grundausrichtung endlich bezahlt macht. "Es reicht nicht mehr, nur unentschieden zu spielen.
Wir müssen Spiele gewinnen, um drin zu bleiben", sagte der Niederländer im Trainingslager in Südspanien, wo der Club mit drei Siegen in den drei Testspielen kräftig Selbstvertrauen tankte.

Hoffenheim in Bestbesetzung

Doch auch die Hoffenheimer haben eine erfolgreiche Vorbereitung hinter sich: vier Testspiele, vier Siege. Dementsprechend gelassen blicken die Gäste dem Rückrundenauftakt entgegen: "Wir sind alle heiß und freuen uns, dass es losgeht", meinte Trainer Markus Gisdol, der personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Beim Club sieht das ganz anders aus. Mit Makoto Hasebe (Außenmeniskusriss) und Emanuel Pogatetz (Außenbandriss im Knie), die sich im Trainingslager verletzt haben, fallen zwei Stammspieler wochenlang aus. Für Hasebe wird Markus Feulner den Platz im Mittelfeld einnehmen. Javier Pinola, der auf dieser Position schon beim 1:1 gegen Schalke im letzten Spiel vor der Winterpause überzeugte, ersetzt Innenverteidiger Pogatetz. Torwart Raphael Schäfer hat seine Schleimbeutelentzündung auskuriert und steht wieder zur Verfügung. Noch kein Kandidat für die Startelf ist Winter-Neuzugang Ondrej Petrak.

Durch die Erfolge in den Testspielen haben die Franken neuen Mut geschöpft: "Wir kennen jetzt das Gefühl des Gewinnens. Das versuchen wir festzuhalten", meinte Verbeek, der die erste Partie nach der Winterpause aber nicht zu einem Schlüsselspiel hochstilisieren will: "Dazu ist es noch zu früh. Aber es ist ein wichtiges Spiel."
Im Hinspiel, in dem der Club nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 erkämpfte, war der Niederländer noch nicht dabei. "Das Hinrundenduell war auf hohem Tempo. Das wird uns auch diesmal wieder erwarten", prophezeit Feulner seinem Team erneut einen heißen Tanz. Denn die Hoffenheimer stellen hinter Bayern München und Borussia Dortmund die drittbeste Offensive der Liga (36 Tore). "Dass Hoffenheim seine Stärken in der Offensive hat, ist uns bekannt. Wir wissen aber auch von den Schwächen in der Defensive. Diese möchten wir natürlich zu unseren Gunsten nutzen", erklärte Verbeek.

Geplante Aufstellungen

1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Pinola, Plattenhardt - Frantz - Drmic, Feulner, Kiyotake, Hlousek - Ginczek
1899 Hoffenheim: Grahl - Beck, Süle, Vestergaard, Johnson - Polanski, Rudy - Volland, Roberto Firmino, Salihovic - Schipplock