Fürth
Fußball-Bundesliga

Den Fürthern bleibt ein Heimsieg verwehrt

Das Kleeblatt verliert gegen den SC Freiburg mit 1:2 und stellt damit einen Negativrekord auf.
Die Fürther Fans sind trotz des Abstiegs davon überzeugt, dass es in nicht allzu langer Zeit wieder zu einem Bundesliga-Derby gegen den 1. FC Nürnberg kommt. Foto: Daniel Karmann/dpa
Die Fürther Fans sind trotz des Abstiegs davon überzeugt, dass es in nicht allzu langer Zeit wieder zu einem Bundesliga-Derby gegen den 1. FC Nürnberg kommt. Foto: Daniel Karmann/dpa
Auch nach dem letzten Bundesliga-Heimspiel gab es für die glücklosen Franken keine Punkte, dafür wieder tröstende Worte vom Gäste-Trainer. "Wenn man sieht, wie die Fürther heute und in dieser gesamten Saison gespielt haben, dann haben sie eindeutig zehn, zwölf Punkte zu wenig", sagte der Freiburger Trainer Christian Streich nach dem 2:1-Sieg seiner Mannschaft.

Es war am Samstag wie immer in Fürth: Das "Kleeblatt" hielt zwar mit, nutzte aber seine Torchancen nicht und wurde für seine wenigen Abwehrfehler eiskalt bestraft. Folgerichtig sprang auch im 17. und letzten Heimspiel kein Sieg für den Absteiger heraus. Damit haben sich die Franken gleich in ihrer ersten Saison im Oberhaus zwei Einträge ins Geschichtsbuch gesichert - auf die sie gerne verzichtet hätten: Als erstes Team der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte blieben die Fürther eine komplette Saison ohne Heimsieg.
Zudem sind die 13 Heimniederlagen ebenfalls ein Negativrekord. So oft hatte nicht einmal Tasmania Berlin (12), die schlechteste Bundesligamannschaft aller Zeiten, zu Hause verloren.

Djurdjic verschießt Elfmeter

"Das tut weh. So knüppelhart haben wir es nicht verdient", meinte der Fürther Mittelfeldspieler Edgar Prib nach dem bitteren 1:2 gegen die Freiburger. Matthias Zimmermann hatte mit dem frühen 1:0 (3. Minute) die Hoffnungen auf den ersten Heimsieg genährt, doch Jonathan Schmid (69.) und Max Kruse (78.) drehten in der zweiten Halbzeit die Partie.

Es passte ins Bild, dass den nie aufsteckenden Franken selbst ein Unentschieden verwehrt blieb. Nikola Djurdjic scheiterte mit einem Foulelfmeter in der Nachspielzeit am Freiburger Keeper Oliver Baumann, der den Breisgauern damit die Europa-Leauge-Teilnahme in der nächsten Saison sicherte. Sogar die Champions-League-Qualifikation ist für den SC noch möglich: Mit einem Heimsieg im direkten Duell würde er Schalke 04 noch von Rang vier verdrängen.

Neun Spieler verabschiedet

Während die Freiburger Fans "Europapokal, Europapokal"-Gesänge anstimmten, schlichen die Fürther Spieler enttäuscht vom Platz. Viele von ihnen werden ihn nicht wieder betreten, wenn Ende Juli die neue Zweitliga-Saison gestartet wird. Neun Spieler hat das "Kleeblatt" vor der Partie gegen Freiburg bereits verabschiedet, bei "Aufstiegsheld" Edgar Prib und Kapitän Mergim Mavraj stehen die Zeichen ebenso auf Abschied.

Vereinspräsident Helmut Hack kündigte aber an: "Wir haben schon viel dafür getan, damit die neue Saison eine gute wird. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir eine wettbewerbsfähige Mannschaft haben werden." Allerdings gehen die Fürther nicht davon aus, dass ihnen schnell die Rückkehr ins Oberhaus gelingen wird. "In dieser Saison haben wir gelernt, was Bundesliga bedeutet, und dass wir dafür ein paar Nummern zu klein sind", gab Hack zu.