Bamberg
Basketball Bundesliga

Brose Baskets siegen im Sparmodus gegen Rasta Vechta

Die Brose Baskets sind beim 88:78 gegen Schlusslicht Vechta weit von ihrer Bestform entfernt. Verzichten musste Trainer Chris Fleming auf Spielmacher Jared Jordan, der sich in Trier erneut den Fuß vertreten hatte.
Rakim Sanders gegen Vechta in Aktion. Fotos: sportpress
Rakim Sanders gegen Vechta in Aktion. Fotos: sportpress
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Die Brose Baskets sind drei Wochen vor Beginn der Play-offs weit weg von einer Leistung, die Chancen auf die Titelverteidigung möglich erscheinen lässt. Am Ostermontag hatten die Bamberger Probleme, um den mutig aufspielenden Tabellenletzten Rasta Vechta mit 88:78 (41:36) in die Schranken zu weisen.

"Heute hat sich wieder einmal deutlich gezeigt, dass man keinen Gegner unterschätzen darf. Wir sind mit einer katastrophalen Einstellung ins Spiel gegangen. Ich finde es außerdem unsäglich, dass wir das Reboundduell so deutlich verloren haben", wetterte Manager Wolfgang Heyder nach einer Vorstellung, bei der die Hausherren alles andere als souverän auftraten. 15 Offensiv-Rebounds gestatteten die Bamberger den Gästen, die das Duell an den Brettern insgesamt mit 39:28 für sich entschieden.
Auffallend ist, dass beim Meister mehr Würfe von der Dreierlinie (34/Trefferquote 29 Prozent) genommen wurden als aus dem Zwei-Punkte-Bereich (28/71%).

Verzichten musste Trainer Chris Fleming auf Spielmacher Jared Jordan, der sich in Trier erneut den Fuß vertreten hatte. Für ihn sprangen aber vor allem Jamar Smith (8 Assists), John Goldsberry (5) und Anton Gavel (4) in die Bresche. Insgesamt kam der Gastgeber auf 30 Pässe, die direkt zu einem Korberfolg führten - hätten die Schützen häufiger den Ball in die Zone gespielt, wäre die Zahl der Assists noch deutlich höher ausgefallen.

Vechta mit viel Kampfgeist

"Das war sicher nicht unser bestes Spiel, aber wir haben uns zum Ende hin ein bisschen gesteigert und gewonnen", kommentierte Sharrod Ford, mit 16 Punkten und acht Rebounds einer der Besten, die Partie. Immer, wenn sich die Gastgeber ein kleines Polster (41:32, 46:36) erspielt hatten, schalteten sie postwendend in den Spargang, so dass Vechta mit Bowman (18 Punkte), Doerksen oder Williams (beide 15) nach 27 Minuten wieder auf 54:55 dran war. In der entscheidenden Phase fanden die Bamberger dann Maik Zirbes am Brett, der nach schwacher erster Halbzeit sicher vollstreckte, sodass die Partie bereits vier Minuten vor dem Ende (83:67) nach einem Alley-Oop von Anton Gavel auf Jamar Smith - einem der wenigen Höhepunkte an diesem Ostermontag - entschieden war.

"Die Fans können erwarten, egal wer der Gegner ist, dass wir mit viel Intensität rauskommen und richtig Gas geben. Ich habe den Eindruck, dass unser Team aber schon weiß, dass es noch hart arbeiten muss, um besser zu werden", blickt Kapitän Casey Jacobsen in die Zukunft. Mit einer Vorstellung wie gestern könnte es nächsten Freitag (20 Uhr) gegen Oldenburg jedenfalls ein böses Erwachen geben.

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Statistik


Brose Baskets Bamberg - Rasta Vechta 88:78 (18:18, 23:18, 25:22, 22:20)
Bamberg Zirbes ( 17 Punkte), Ford (16/1 Dreier), Harris (12/2), Jacobsen (11/2), Smith (9/1), Goldsberry (8/2), Fischer (5), Tadda (5/1), Sanders (3/1), Gavel (2), Rockmann, Schmidt
Vechta Bowman (18/2), Doerksen (15/1), Williams (15/1), Conroy (12/2), Igbavboa (10), Krause (3/1), Mädrich (3), Butts (2), Weber, Mackeldanz
SR Krause, Neubecker, Bejaoui
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 48 Prozent (30 Treffer/ 62 Versuche), Vechta 45 (30/66)
Dreierquote Bamberg 29 Prozent (10/34), Vechta 32 (7/22)
Freiwurfquote Bamberg 82 Prozent (18/22), Vechta 92 (11/12)
Rebounds Bbg. 28 (19 defensiv/9 offensiv), Vechta 39 (24/15)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 6/9, Vechta 5/16
Assists Bbg. 30 / Vechta 20
Fouls Bbg. 20 / Vechta 20