Bamberg
Basketball-Bundesliga

Brose Baskets schlagen Oldenburg 94:88

Mit dem 94:88-Sieg gegen die EWE Baskets enteilen die Brose Baskets der Konkurrenz. Am Donnerstag geht's in der Euroleague gegen Zalgiris Kaunas weiter.
Die Fans trommelten verkleidet. Fotos: sportpress
Die Fans trommelten verkleidet. Fotos: sportpress
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Die Oldenburger versuchten alles, den Brose Baskets den Faschingssonntag zu verderben. Der Verfolger der Bamberger wehrte sich verbissen, doch am Ende behielten die Gastgeber die Oberhand und wehrten den Angriff der EWE Baskets ab. Bambergs Erfolgstrainer Chris Fleming, der am Sonntag seinen 150. Bundesliga-Sieg an der Seitenlinie der Brose Baskets feierte, freute sich nach dem hart erkämpften 94:88 (48:41), dass diesmal jeder in seiner Mannschaft etwas zum Erfolg beigetragen hatte. "Das war in den letzten Wochen nicht so, da haben wir etwas gestottert", meinte Fleming.

"Wir haben den Ball gut laufen lassen, aber was wir in der Pick&Roll-Verteidiung spielen, ist nicht optimal. In der Krisenstimmung, die hier teilweise herrscht, sollte man aber auch einmal feststellen, dass wir die Bundesliga mit zehn Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz anführen", stellte Manager Wolfgang Heyder fest. Trotz der Doppelbelastung in der Euroleague marschieren die Bamberger einsam vorne weg.

Dennoch ist den Brose Baskets etwas von ihrer Leichtigkeit, mit der sie vor Weihnachten teils auftraten, abhanden gekommen. Es hat bisher noch kein Spiel gegeben, in dem alle Bamberger ihre beste Leistung ablieferten. Auch gestern fehlte die Konstanz: Einem 17:2-Lauf im ersten Viertel (23:13), folgte prompt ein 17:3 der Oldenburger, die sich vor allem dank Adam Chubb am Brett immer wieder durchsetzten.

Gleich nach der Pause schraubte Anton Gavel die Bamberger Führung wieder in den zweistelligen Bereich, doch jetzt wehrte sich vor allem der quirlige Dru Joyce gegen die Niederlage. Das Schlussviertel verlief spannend, ehe Gavel trotz Foul einen Dreier und auch den anschließenden Freiwurf 70 Sekunden vor dem Ende zum 88:81 verwandelte.

"Oldenburg kam im dritten Viertel zurück, doch wir haben die Mittel gefunden, das Blatt zu drehen. Viele sind sauer, dass wir am Donnerstag gegen Bayern verloren haben. Doch das müssen wir abhaken und unsere weiteren Ziele verfolgen", zog Gavel (16 Punkte/5 Assists) Bilanz. Neben dem Deutschen hatten Jay Massiah (18/7 Rebounds), Casey Jacobsen (18/6 Assists), der am Ende die Freiwürfe nervenstark versenkte, Maik Zirbes (15), John Goldsberry (6 Assists/5 Rebounds) und Sharrod Ford (11/5 Rebounds) den Hauptanteil am Sieg.

Die Statistik

Brose Baskets Bamberg —EWE Oldenburg 94:88
(25:19, 23:22, 19:27, 27:20)

Bamberg
Massey (18 Punkte/3 Dreier), Jacobsen (18/1), Gavel (16/3), Zirbes (15), Ford (11), Nachbar (9), Goldsberry (5/1), Gipson (2), Tadda, Neumann

Oldenburg
Joyce (23/4), Chubb (13), Paulding (12/1), Kramer (10), Burrell (8), Smeulders (7), Wysocki (6), Jenkins (5/1), Freese (4), Bahiense de Mello

SR
Schmidt, Reiter, Brendel

Zuschauer
6800, ausverkauft

Gesamtwurfquote
Bamberg 55 Prozent (30 Treffer/55 Versuche), Oldenburg 58 (36/63)

Dreierquote
Bamberg 43 Prozent (9/21), Oldenburg 43 (6/14)

Freiwurfquote
Bamberg 81 Prozent (25/31), Oldenburg 71 (10/14)

Rebounds
Bamberg 29 (26 defensiv/3 offensiv), Oldenburg 26 (22/4)

Ballgewinne/-verluste Bamberg 4/13, Oldenburg 3/13

Assists Bamberg 25 / Oldenburg 13

Fouls Bamberg 20 / Oldenburg 28
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