Weißenfels
Basketball-Bundesliga

Brose Baskets liegen von Beginn an vorne

Die Brose Baskets legen mit einem guten Start den Grundstein für den 82:71-Erfolg beim Mitteldeutschen BC.
D'or Fischer versperrt dem Weißenfelser Michael Cuffee den Weg zum Korb. Foto: Peter Lisker
D'or Fischer versperrt dem Weißenfelser Michael Cuffee den Weg zum Korb. Foto: Peter Lisker
Nur zwei Tage nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen Oldenburg rissen sich die Brose Baskets am Sonntag beim Mitteldeutschen BC, einem der Überraschungsteams in dieser Saison, kräftig am Riemen und untermauerten mit dem 82:71-Erfolg den zweiten Tabellenplatz. Jetzt heißt es weiter an den Fehlern zu arbeiten und am Mai-Feiertag (15 Uhr) im letzten Hauptrundenspiel in eigener Halle die Bonner zu bezwingen, um mit einem guten Gefühl am 10. Mai in die Play-offs zu starten.

"Bekannterweise hatten wir in letzter Zeit Probleme, gut ins Spiel zu kommen. Die Jungs haben heute sehr, sehr gut angefangen. Rod Ford und Karsten Tadda haben viel Defensiv-Energie gezeigt, und auch am Brett haben wir einiges weggeräumt", freute sich Trainer Chris Fleming über den starken Auftakt seiner Mannschaft.
Verzichten musste er erneut auf seinen Spielmacher Jared Jordan (Knöchelverletzung). Angeführt von Anton Gavel machten die Bamberger aber sein Fehlen durch mannschaftliche Geschlossenheit wett.

Nach sechs Minuten führte der deutsche Meister mit 14:3 und hatte zu diesem Zeitpunkt schon zehn Rebounds eingesammelt. Aber immer, wenn sich die Bamberger abgesetzt hatten, waren die Wölfe bissig. "Alle haben gezeigt, dass sie dieses wichtige Spiel gewinnen wollten. Immer, wenn die Weißenfelser ran kamen, haben wir die Ruhe bewahrt, den Ball gut bewegt, und dann sind auch die wichtigen Würfe gefallen", lobte Manager Wolfgang Heyder das Team, das nach der Heimpleite am Freitag die richtige Reaktion gezeigt hat, und den Trainerstab.

Nach der Pause setzten sich die Gäste schnell bis auf 45:32 ab, doch die Wölfe gaben sehr zur Freude ihrer Fans nicht auf und waren nach 34 Minuten bis auf 61:63 dran. Doch Casey Jacobsen, der in den letzten Spielen viel Wurfpech hatte, sorgte für die Initialzündung, in dem er einen Schnellangriff mit einem wichtigen Dreier abschloss. Mit einem 13:0-Lauf erstickten die Gäste die Hoffnungen der Mitteldeutschen im Keim und steuerten einem ungefährdeten Sieg entgegen. Die 50 Bamberger Freaks durften schon zwei Minuten vor dem Ende feiern.

"Am Ende waren wir ein bisschen souveräner, haben unsere Würfe getroffen und konnten uns absetzen. Wenn wir die Spiele trotz der schlechten Freiwurfquote gewinnen, dann ist das ein gutes Zeichen", zog Tadda, der ein starkes Spiel ablieferte, Bilanz. Um in den Play-offs eine gute Rolle zu spielen, müssen die Brose Baskets aber noch ihre mentale Schwäche an der Freiwurflinie abstellen: Insgesamt 14 Punkte ließen sie dort liegen und kamen bei 35 Versuchen lediglich auf eine Trefferquote von 60 Prozent.

Die Statistik


Mitteldeutscher BC - Brose Baskets 71:82
(14:21, 19:19, 21:19, 17:23)
Weißenfels Hatten (19 Punkte/2 Dreier), Cuffee (12/2), Schwarz (12/2), Parker (10/1), Pantelic (9/1), Clay (4), Caloiaro (3), Leutloff (2), Meiers, Simon
Bamberg Gavel (18/2), Fischer (15), Zirbes (12), Jacobsen (9/1), Ford (8), Sanders (5), Smith (5/1), Harris (5), Tadda (3/1), Goldsberry (2)
SR: Fritz, Rucht, Straube
Zuschauer  2750
Gesamtwurfquote Weißenfels 35 Prozent (23 Treffer/65 Versuche), Bamberg 52 (28/54)
Dreierquote Weißenfels 26 Prozent (8/31), Bamberg 36 (5/14)
Freiwurfquote Weißenfels 81 Prozent (17/21), Bamberg 60 (21/35)
class="artFett">Rebounds Weißenfels 33 (20 defensiv/13 offensiv), Bamberg 40 (28/12)
Ballgewinne/-verluste Weißenfels 4/6, Bamberg 1/10
Assists Weißenfels 11 /Bamberg 11
Fouls Weißenfels 24 / Bamberg 20