Die Brose Baskets können die Planungen für die Runde der besten 32 Mannschaften im Basketball-Eurocup beginnen. Am Mittwochabend gewannen die Bamberger beim deutschen Rivalen Telekom Baskets Bonn mit 71:52 (35:31), feierten damit in der Vorrundengruppe A den fünften Sieg und festigten den zweiten Tabellenplatz. Die Rheinländer müssen dagegen weiterhin um das Erreichen der nächsten Runde, für die sich jeweils die vier besten Teams der sechs Gruppen qualifizieren, bangen. Bevor die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri am kommenden Dienstag im Eurocup eine weitere Auswärtspartie bei Paris Levallois bestreitet, empfängt sie am Sonntag (20 Uhr) zum nächsten Bundesliga-Heimspiel die Riesen Ludwigsburg.

Nach wettbewerbsübergreifend drei Auswärtsniederlagen in Folge fanden die Bamberger am Mittwochabend in Bonn schwer in die Partie. Erst ihr achter Wurf aus dem Spiel heraus fand den Weg in den Korb. Der Dreier von Janis Strelnieks nach 5:31 Minuten bedeutete den 5:5-Ausgleich, nachdem die Gäste zuvor lediglich zweimal von der Freiwurflinie getroffen hatten. Abermals Strelnieks und der formverbesserte Josh Shipp ließen weitere Dreier folgen, sodass sich die Bamberger die Führung erkämpften. Nach einem 8:0-Lauf lagen sie kurz vor Ende des ersten Viertels mit 16:7 vorne. Diesen Vorsprung hatten sich die Gäste auch dank einer guten Verteidigung verdient. Fünf Ballgewinne gelangen ihnen in den ersten zehn Spielminuten.

Katastrophale Dreierqoute bei den Bonnern

Im zweiten Abschnitt konnten sich die Bonner im Angriff dann besser in Szene setzen. Obwohl die ansonsten aus der Distanz recht treffsicheren Rheinländer bis zur Pause keinen ihrer acht Dreierversuche im Bamberger Korb unterbrachten, schafften sie es, den Rückstand bis zur Halbzeit auf vier Punkte zu verkürzen (31:35), weil sie in Brettnähe jetzt besser zum Abschluss kamen.

Bonn kam stark aus der Kabine und eroberte sich die Führung zurück (38:37, 24. Min.). Doch damit hatten die Hausherren ihr Pulver bereits verschossen. Die Bamberger antworteten mit sieben Punkten in Folge und setzten sich in der Folge immer weiter ab. Während die Telekom Baskets aus der Distanz die Lichter ausschossen - ihre Dreierquote lag mit nur einem Treffer bei 21 Versuchen bei vier Prozent -, schnappten sich Daniel Theis und Trevor Mbakwe Rebound um Rebound und leiteten die Bamberger Angriffe, die meist erfolgreich abgeschlossen wurden, ein. Auch ohne den verletzten Topscorer Ryan Thompson (Rippenprellung) kamen die konzentriert spielenden Brose Baskets gegen enttäuschende Bonner am Ende zu einem klaren Sieg, zu dem Strelnieks und Theis jeweils 17 Punkte beisteuerten.

Telekom Baskets Bonn - Brose Baskets 52:71
(9:16, 22:19, 12:15, 9:21)
Bonn Brooks (11 Punkte/1 Dreier), Veikalas (8), Klimavicius (8), McConnell (6), Mädrich (6), Mangold (5), Caloiaro (5), Koch (2), Lawrence (1), Wachalski, Vroblicky
Bamberg Strelnieks (17/3), Theis (17/2), Shipp (10/2), Mbakwe (7), Wanamaker (7), Harris (4), Duncan (4), Schmidt (3/1), Tadda (2), Obst
SR Ryzhyk (Ukraine), Foufis (Griechenland), Cici (Albanien)
Zuschauer 4060
Gesamtwurfquote Bonn 37 Prozent (20 Treffer/57 Versuche), Bamberg 46 (26/56)
Dreierquote Bonn 4 Prozent (1/21), Bamberg 34 (8/23)
Freiwurfquote Bonn 64 Prozent (11/17), Bamberg 61 (11/18)
Rebounds Bonn 34 (22 defensiv/12 offensiv), Bamberg 35 (25/10)
Ballgewinne/-verluste Bonn 9/19, Bamberg 10/12
Assists Bonn 12 / Bamberg 13
Fouls Bonn 23 / Bamberg 20