Ulm (Donau)
Basketball Bundesliga

Bayreuther Rumpftruppe chancenlos gegen Ulm

Medi Bayreuth hat es versäumt, den Klassenerhalt in der Beko Basketball-Bundesliga bereits drei Spiele vor dem Saisonende endgültig einzufahren: Im Auswärtsspiel bei Play-Off-Teilnehmer ratiopharm Ulm waren die ersatzgeschwächten Bayreuther von Beginn an so gut wie chancenlos und verloren am Ende mit 74:92 (35:50).
Der Bayreuther D.J. Seeley geht an Ulms Keaton Nankivil vorbei. Foto: Peter Mularczyk
Der Bayreuther D.J. Seeley geht an Ulms Keaton Nankivil vorbei. Foto: Peter Mularczyk
Nur wenige Minuten konnten die Wagnerstädter, die zusätzlich zu ihren beiden langzeitverletzten Guards Brian Bailey (Schulter) und Nicolai Simon (Handbruch) auch noch den etatmäßigen Spielmacher Kevin Hamilton (Bänderverletzung) ersetzen mussten, die Partie in der einmal mehr mit 6000 Zuschauern restlos ausverkauften ratiopharm Arena ausgeglichen gestalten. Dann begannen die Schwaben sich mit einem 9:0-Lauf abzusetzen (19:10, 7.) und den Grundstein für eine bereits komfortable 25:16 (10.)-Führung nach dem ersten Viertel zu legen.

Von diesem Rückstand konnten sich die Bayreuther nicht mehr erholen, immer wieder wurde das Fehlen der "ordnenden Hand" Hamiltons deutlich, was sich nicht zuletzt in einer Vielzahl an Ballverlusten ausprägte, die wiederum von den Hausherren gnadenlos bestraft wurden.
Beim Stand von 50:35 (20.) ging es in die Halbzeitpause, als sich die Schwaben nach dem Seitenwechsel bis auf 66:44 (26.) absetzen konnten, war frühzeitig mehr als eine Vorentscheidung gefallen.

"Das war heute über weite Strecken eine sehr solide Vorstellung. Wir haben uns verbessert im Rebounding und in der Verteidigung gezeigt. Das sieht man auch an den 17 Ballverlusten des Gegners. Unsere 26 Assists beweisen zudem, dass wir den Ball gut bewegt haben", zog der Ulmer Cheftrainer Thorsten Leibenath nach der Partie ein zufriedenes Fazit. "Unsere zweite Fünf in den Schlussminuten hat noch einmal mehr Energie auf das Parkett gebracht, aber die Tiefe unseres Kaders ist nicht groß genug, um gegen Ulm so ein Spiel zu drehen", kommentierte medi-Headcoach Michael Koch, der weite Phasen des Schlussviertels nur mit deutschen Spielern agierte, nach der Partie.

Bester Werfer beim Sieger war der Dominikaner Edgar Sosa (19/4), bei Bayreuth erzielte Centerspieler Phillipp Heyden mit 16 Punkten seine persönliche Saisonbestleistung.


Statistik

ratiopharm Ulm vs. medi bayreuth 92:74 (50:35)
Zuschauer: 6000 (ausverkauft)
ratiopharm Ulm: Sosa (19/4), Schwethelm (16/3), Howard (12/0), Clyburn (9/1), Nankivil (8/0), Jönke (7/1), Günther (7/1), Plaisted (7/0), Hummer (5/1), Maier (2/0), Hess (0/0)
medi Bayreuth: Heyden (16), Seeley (13/1), Wyrick (12/1), Qvale (12/0), Schmitz (7/1), Weems (6/0), Burrell (5/0), Spöler (3/0), Chambers (0/0), Zeis (0/0)
Die Viertel im Überblick: 25:16, 25:19, 24:17, 18:22