Bamberg
Basketball-Bundesliga

Bamberger siegen ohne zu glänzen

Die Brose Baskets setzen sich gegen die Frankfurt Skyliners mit 76:67 durch.
Casey Jacobsen (l.) zieht am Frankfurter Quantez Robertson vorbei.Fotos: sportpress
Casey Jacobsen (l.) zieht am Frankfurter Quantez Robertson vorbei.Fotos: sportpress
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Im Juni 2010 gelang den Frankfurt Skyliners das Kunststück, den Brose Baskets in der Frankenhölle im ersten Spiel der Finalserie eine Heimniederlage beizubringen. Darauf folgten in knapp zwei Jahren auf nationaler Ebene 49 Siege des dreimaligen Double-Gewinners vor den Fans in Freak City. Inzwischen sind die Hessen aber weit davon entfernt, dem Meister gefährlich werden zu können. Gestern Abend kassierte der Tabellen-16. in der Stechert-Arena eine 67:76 (33:33)-Niederlage. Die Mannschaft von Trainer Chris Fleming präsentierte sich trotz der vielen englischen Wochen konzentriert und für das wichtige Euroleague-Auswärtsspiel am Freitag bei Partizan Belgrad gerüstet.
"Wir haben zwar nach einem guten Start nachgelassen, doch am Ende des dritten und früh im vierten Viertel sind uns einige Stopps gelungen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Jetzt werden wir ab morgen hart arbeiten, damit wir am Freitag in Belgrad das wichtige Spiel für uns entscheiden können", zog Spielmacher John Goldsberry Bilanz. Boki Nachbar legte los wie die Feuerwehr - nach nicht einmal 100 Sekunden hatte er bereits drei Dreier im Korb der Skyliners versenkt. Die Brose Baskets spielten wie aus einem Guss, acht Assists (Gavel 4) standen am Ende des ersten Viertels (22:14) in der Statistik. John Goldsberry glänzte als kämpferisches Vorbild - sicherte die Bälle im Hechtsprung.
Doch dann riss unverständlicherweise der Faden: Elf Ballverluste des Meisters in der ersten Halbzeit spielten den Skyliners in die Karten. Bamberg blieb fünfeineinhalb Minuten ohne Korberfolg, Frankfurt führte dank eines 10:0-Laufs 24:22. Außerdem sicherten sich die Hessen in den ersten 20 Minuten gleich neun Rebounds am Bamberger Brett, wussten aber oft auch kein Kapital daraus zu schlagen. Dank ihrer Trefferquote von 58 Prozent gingen die Hausherren schließlich doch mit einem 33:33-Gleichstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel drückten Anton Gavel und Teddy Gipson der Partie ihren Stempel auf - bis zum 46:39-Zwischenstand gingen alle Bamberger Punkte auf das Konto der beiden. Die Hausherren bekamen zwar auf der anderen Seite Ted Scott nicht unter Kontrolle, doch dank eines starken Philipp Neumann bauten die Gastgeber ihren Vorsprung schnell in den zweistelligen Bereich (56:45) aus - vor allem, weil sie ihre Freiwürfe (Jacobsen) nach den zahlreichen Frankfurter Fouls sicher verwandelten.
Im Schlussviertel biss sich jetzt auch endlich Sharrod Ford in die Partie. Auf Grund einer soliden Verteidigung der Hausherren gelang es den Hessen nicht mehr den Bamberger Arbeitssieg zu gefährden.

Basketball-Statistik

Brose Baskets Bamberg —Skyliners Frankfurt 76:67
(22:14, 11:19, 27:17, 16:17)
Bamberg Gavel (19 Punkte/3 Dreier), Nachbar (14/3), Jacobsen (14), Gipson (10), Neumann (8), Ford (6), Tadda (3), Goldsberry (2), Richter, Rockmann
Frankfurt Scott (14), Robertson (11/1), Gibson (8), Dowell (8/2), Barthel (6), Peacock (6), Jones (5/1), Voigtmann (4), Klein (3/1), Nolte (2)
SR Barth, Brendel, Arik
Zuschauer 6800 ausverkauft
Gesamtwurfquote Bamberg 49 Prozent (23 Treffer/47 Versuche), Frankfurt 44 (29/66)
Dreierquote
Bamberg 38 Prozent (6/16), Frankfurt 22 (5/23)
Freiwurfquote Bamberg 89 Prozent (24/27), Frankfurt 100 (4/4)
Rebounds Bamberg 27 (21 defensiv/6 offensiv), Frankfurt 34 (20/14)
Ballgewinne/-verluste Bamberg 5/15, Frankfurt 9/12
Assists Bamberg 15 / Frankfurt 12
Fouls Bamberg 16 / Frankfurt 29