Bamberg
Basketball-Euroleague

Auftaktspiel ist für Brose Baskets richtungsweisend

Gegen Straßburg IG dürfen sich die Bamberger am Mittwoch im Kampf um den Einzug ins Top 16 in eigener Halle keinen Ausrutscher erlauben.
Der Straßburger Center Alexis Ajinca (l.) jubelt mit der Goldmedaille um den Hals mit seinem Nationalmannschaftskollegen Johan Petro nach dem Sieg im EM-Finale gegen Litauen.Foto: imago
Der Straßburger Center Alexis Ajinca (l.) jubelt mit der Goldmedaille um den Hals mit seinem Nationalmannschaftskollegen Johan Petro nach dem Sieg im EM-Finale gegen Litauen.Foto: imago
Zum Start in die europäische Königsklasse des Basketballs hoffen die Brose Baskets, dass sich eine Serie fortsetzt. Denn der erste Gegner des deutschen Meisters hat noch nie ein Auswärtsspiel in der Euroleague für sich entscheiden können. Dennoch geht niemand bei den Bambergern davon aus, dass die Partie gegen Straßburg IG am Mittwoch (20 Uhr) in der Brose Arena zum Selbstläufer wird. "Jedes Team, das es bis in die Euroleague geschafft hat, ist ein ernstzunehmender Gegner", warnte Manager Wolfgang Heyder vor dem vermeintlich leichtesten Gegner in der Vorrundengruppe B, in der es die Bamberger auch mit Vorjahresfinalist Real Madrid, Efes Istanbul, Emporio Armani Mailand und Zalgiris Kaunas zu tun bekommen.



Ziel des deutschen Meisters ist es wie im Vorjahr, mindestens zwei Mannschaften hinter sich zu lassen und in die Runde der besten 16 einzuziehen. Gelingt das nicht, wäre der Auftritt auf internationalem Parkett für die Brose Baskets zum Jahresende aber nicht schon vorbei. Denn erstmals spielen die Gruppenfünften und -sechsten in der zweiten Gruppenphase des Eurocups weiter.


Drei Europameister im Team
Der französische Vizemeister kommt mit drei Europameistern nach Bamberg. Neben Trainer Vincent Collet, der Frankreichs Nationalauswahl vor wenigen Wochen zum ersten EM-Titel geführt hatte, gehörte auch Alexis Ajinca der "équipe tricolore" an. Der 2,15 Meter große Center, der auch schon in der NBA aktiv war, erzielte in den elf EM-Spielen im Schnitt 9,1 Punkte und holte 7 Rebounds Aufbauspieler Antoine Diot fehlte den Elsässern bislang wegen einer im EM-Finale gegen Litauen erlittenen Bänderdehnung, kehrt aber heute ins Team zurück.



Gegen Straßburg, das mit zwei Siegen und einer Niederlage in die französische Liga gestartet ist, wollen die Bamberger einen Fehlstart in die Euroleague unbedingt vermeiden. "Unser oberstes Ziel muss es sein, den Heimvorteil zu nutzten", sagte Casey Jacobsen. Der Kapitän zeigte sich zwar nicht glücklich über die "Art und Weise, wie wir in den letzten Wochen gespielt haben", ist aber zuversichtlich, dass das Team den Schalter umlegen kann. Auch Manager Heyder, der die Mannschaft nach der Niederlage in Quakenbrück am Samstag noch heftig kritisiert hatte, glaubt fest daran, dass sie ganz anders auftreten wird: "Ich habe großes Vertrauen in die Arbeit unseres Trainers, der es immer wieder geschafft hat, das Team in die richtige Richtung zu lenken."


Schon zum sechsten Mal dabei
Während sich die Brose Baskets bereits zum sechsten Mal - und zum vierten Mal in Folge - für die Euroleague qualifiziert haben, gehen die Straßburger zum zweiten Mal an den Start. Bei ihrem ersten Gastspiel in der Königsklasse (2005/06) waren sie schon einmal Gruppengegner der Bamberger. Beide Male behielt damals der deutsche Meister die Oberhand. Mit dem 71:68-Erfolg im Rückspiel machte er damals in Straßburg die erste Teilnahme am Top 16 perfekt. Am Mittwoch wollen die Brose Baskets erst einmal den ersten Schritt in Richtung Zwischenrunde gehen.


Basketball-Überblick
Brose Baskets Bamberg - Straßburg IG
(Mittwoch, 20 Uhr, Brose Arena)
Bamberg Ford, Gavel, Golds berry, Jacobsen, Markota, Neumann, Sanders, Schmidt, Smith, Tadda, Wright, Zirbes
Straßburg Abromaitis, Ajinca, Campbell, Diot, Duport, Greer, Imhoff, Lacombe, Leloup, Murphy, Toupane
Ferner spielen in Gruppe B Istanbul - Mailand (Do.), Kaunas - Madrid (Fr.)