Bamberg
Basketball-Bundesliga

Auch Heyder steht bei den Brose Baskets vor dem Aus

Neben Trainer Chris Fleming werden sich die Brose Baskets offenbar auch von ihrem Sportlichen Leiter Wolfgang Heyder trennen.
Gemeinsam erlebten sie weitaus mehr Höhen als Tiefen mit den Brose Baskets: Trainer Chris Fleming (l.) und Manager Wolfgang Heyder. Foto: sportpress
Gemeinsam erlebten sie weitaus mehr Höhen als Tiefen mit den Brose Baskets: Trainer Chris Fleming (l.) und Manager Wolfgang Heyder. Foto: sportpress
Das enttäuschende Viertelfinal-Aus der Brose Baskets in den Play-offs der Basketball-Bundesliga wird wohl nicht nur Trainer Chris Fleming den Job kosten. Auch Wolfgang Heyder muss als Sportlicher Leiter offenbar seinen Hut nehmen. Dem Vernehmen nach sind beide am Dienstag zu einem Gespräch mit Rolf Beyer, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Brose Baskets, eingeladen. Es ist davon auszugehen, dass Beyer, kaufmännischer Leiter im Brose-Werk Hallstadt, sowohl den Coach als auch den langjährigen Manager von ihren Aufgaben entbinden wird.

Damit würde der sechsmalige deutsche Basketball-Meister erst einmal ohne sportliche Führung dastehen. Um dieses Vakuum möglichst schnell zu beenden, hat der Aufsichtsrat der Brose Baskets nach Informationen von infranken.de bereits Kontakt mit möglichen Nachfolgern für Heyder aufgenommen.

Engagement bei Baunacher Basketballern?

Heyder könnte dem Bamberger Basketball in anderer Form erhalten bleiben. Angeblich will er sich künftig beim bisherigen Farmteam der Brose Baskets, Bike Cafe Messingschlager Baunach, engagieren. Die Baunacher haben als Zweiter der Pro-B-Liga sportlich den Aufstieg in die Pro A geschafft und auch die Lizenz für die 2. Liga bereits erhalten. Bis Ende Mai müssen sie sich entscheiden, ob sie ihr Recht auf einen Start in der Pro A wahrnehmen.

Mit Heyder und Fleming würden die Brose Baskets die Architekten der Bamberger Erfolgsgeschichte verlieren. Unter ihrer Führung feierten die Bamberger Basketballer vier deutsche Meisterschaften und drei Pokalsiege in Folge. Aus diesem Grund gibt es seit Tagen einige Fankampagnen, um den Aufsichtsrat der Brose Baskets mit ihrem Vorsitzenden Michael Stoschek zu einem Umdenken zu bewegen.

Andererseits gibt es auch Basketball-Anhänger, die sich von dieser Art von Stimmungsmache distanzieren. So schreibt beispielsweise Heribert Trunk, Präsident der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken, auf der Facebook-Seite von infranken.de: "Alle haben ein Recht auf ihre persönliche Integrität! Fleming und Heyder, aber eben auch die Familie Stoschek und der Aufsichtsrat. (...) Alle, für die demonstriert wird, wurden sicher gut bezahlt. Der Erfolg blieb aus! Brose hat bezahlt! Daran sollte man eben AUCH denken!"